Standards im ko-evolutiven Prozeß von Staat und Gesellschaft.

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Speyer

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ZLB: 98/130-4
DST: S 830/53

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KO

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Abstract

Der Aufsatz, dem ein Vortrag vor dem Forstverein Rheinland-Pfalz/Saarland zugrunde liegt, unternimmt den Versuch, das Phänomen der gesellschaftlichen Evolution mit dem pragmatischen Handeln der Standardisierung zusammenzubringen. Anhand einer Reihe von Standards (Duden und Rechtschreibreform, der Entwicklung der informellen Verhaltensstandards bei Tisch vom Mittelalter bis heute, DIN-Normen, Bürokratie als Standard) wird die These untermauert, daß es eine notwendige Ko-Evolution von Gesellschaft, Staat und Standards gibt, so daß grundlegende Veränderungen im Verhältnis von Staat und Gesellschaft Auswirkungen auf die Definition von Standards, deren Inhalte und Verortung wie auf die Form ihrer Überprüfung haben. Diese These wird in einer Analyse der drei Phasen der Systemgeschichte der BRD verfolgt: Leistungsgesellschaft mit Minimalstaat, sozialliberaler Pluralismus mit aktivem Staat und Spätpluralismus mit Verhandlungsstaat. Mit dem epochalen Wandel von der Industriegesellschaft zur transindustriellen Gesellschaft sind für die Zukunft von Standards und Standardisierungen differenzierte Entwicklungen zu erwarten. Viele Standards werden von vornherein terminiert und zugleich dynamisch reduziert, es werden "lernende Standards" erforderlich. Zum Abschluß werden einige Hinweise auf die Entwicklung künftiger Standards für den Forstbereich und die Waldwirtschaft gegeben. goj/difu

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20 S.

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Speyerer Arbeitsheft; 112