Konflikte in der Einwanderungsgesellschaft (Themenheft).
Beltz
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Datum
2000
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Herausgeber
Beltz
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Weinheim
Sprache
ISSN
0172-746X
ZDB-ID
Standort
ZLB: Zs 3644-4
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Zusammenfassung
Das Doppelheft befasst sich schwerpunktmäßig mit "Konflikten in der Einwanderungsgesellschaft". In seinem einführenden Aufsatz "Soziale Konflikte und politische Konfliktregulierung in der multikulturellen Einwanderungsgesellschaft" untersucht Axel Schulte die Möglichkeiten, Erfordernisse und Grenzen der politischen Regulierung sozialer und ethnisch-kultureller Konflikte in der Einwanderungsgesellschaft. Dabei zeigt er auf, was eine demokratisch orientierte Migrations- und Integrationspolitik zum Abbau sozialer Konflikte beitragen könnte. Georg Albers setzt sich in seinem Beitrag "Ethno-soziale Konflikte in Deutschland" unter konflikttheoretischen Gesichtspunkten damit auseinander und zeigt auf, dass diese Konflikte für die Migranten mit vielfältigen Diskriminierungen verbunden sind. Christoph Butterwegge befasst sich unter dem Titel "Rassismus und rassistisch bedingte Konflikte in der globalisierten Einwanderungsgesellschaft" mit diesen Konflikten und leitet daraus ab, wie sich in den neunziger Jahren ein "Standortnationalismus" in Deutschland herausgebildet hat, der Ausgrenzung, Diskriminierung bis hin zu rassistischer Gewalt gegenüber den ausländischen Bevölkerungsgruppen begünstigt. In seinen Ausführungen zu "Schulkonflikte in der Einwanderungsgesellschaft" hinterfragt Georg Auernheimer Konfliktanlässe und Konfliktlagen und ihre falsche Deutung und gibt wichtige Hinweise für die pädagogische Praxis. In dem Beitrag von Burkhard Hergesell über "Vorurteile, Rassismus und interethnische Konflikte in Betrieb und Unternehmens'kultur'" werden unter anderem innerethnische Konflikte und Formen von alltäglichem Rassismus in einem Industriebetrieb beschrieben. Die Ausführungen von Frank Gesemann und Andreas Kapphan unter dem Titel "Islamische Organisationen in Berlin zwischen Marginalisierung und Anerkennung" beschreiben die Konflikte zwischen muslimischen Mitbürgern und ihrem gesellschaftlichen Umfeld an den Kontroversen um Bau und Nutzung von Moscheen und um die Einführung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. In Ergänzung dazu ist der Beitrag "Konfliktstoff Kopftuch" von Ömer Alan und Ulrich Steuten zu sehen, der anhand von Auseinandersetzungen über das Kopftuchtragen einen zunehmend deutlich werdenden kulturell-religiösen Konflikt analysiert. Tarek Badawia setzt sich mit seinem Aufsatz "Hier, Moment! Der hat schwarze Haare, der ist anders" mit der spezifischen Situation von Immigrantenjugendlichen auseinander und spricht sich für mehr Normalität im Umgang mit ihnen aus. Christian Büttner mit seinem Beitrag "Stadtvermittlung. Ergebnisse des Frankfurter Modellprojekts" und Kurt Faller mit seinem Artikel "Das "Kulturfest der Nationen". Interkulturelle Mediation in der Praxis" zeigen konkrete Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung. In seinem Beitrag "Unsere Angst ist ihre Macht. In Brandenburg unterstützt eine Initiative Opfer rechtsextremer Gewalt" legt Kay Wendel begründet dar, wie Täter zu Opfern gemacht werden und weist auf konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung von Opfern rechtsextremer Gewalt hin. Abschließend befasst sich Harald Rüßler in dem Aufsatz "Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen" mit der Konzeption der Unterbringung von Flüchtlingen in Dortmund und den daraus entstehenden sozialen Konflikten. difu
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Schlagwörter
Zeitschrift
Migration und Soziale Arbeit
Ausgabe
Nr. 3/4