Wasser und Macht. Über die Suche nach ethno-ökologischen Alternativen bei Bewässerungsprojekten in Bolivien.
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DE
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Berlin
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ZLB: 2000/1180
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DI
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Abstract
Die Studie wertet Projekte der internationalen technischen Zusammenarbeit aus, die sich auf den landwirtschaftlichen Wasserbau im andinen Bolivien beziehen, konzentriert auf die Frage nach dem ideologischen Gehalt der Debatte über die Möglichkeit, bei der Umsetzung moderner Entwicklungsvorhaben auf die traditionelle andine Bewässerungskultur zurückzugreifen. In den letzten Jahren hat das Bewusstsein für die Tatsache zugenommen, dass in den indigenen Dorfgemeinschaften der Anden oft bereits komplizierte Mechanismen zur Organisation der lokalen Wassernutzung bestehen. Anhand von Beispielen wird illustriert, dass die Unkenntnis der andinen Wasserkultur bei der Durchführung von Projekten oft zu erheblichen Missverständnissen und Konflikten führt. Nicht nur die traditionellen Wasserverteilungsmechanismen spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle, sondern auch die Unterschiede zwischen den Wertvorstellungen der Bauern und der Projektbetreiber. Bei den Autoren, die sich für einen stärkeren Einbezug der andinen Wasserkultur in Entwicklungskonzepte einsetzen, ist das Interesse am "Andinen" stark von einer Suche nach neuen Strategien in der Entwicklungszusammenarbeit motiviert. Die universelle Ausbreitung des westlichen Fortschrittsdenkens wird für den weltweiten Verlust kultureller Vielfalt und für die Zerstörung ökologischer Diversität verantwortlich gemacht. Diese modernisierungskritische Motivation bringt die Gefahr einer Mystifikation der andinen Kultur im Sinne regionalistischökologistischer Utopien mit sich. Die Arbeit zeigt deshalb die theoretischen und politischen Implikationen der häufigen Annahme auf, die andine Wasserkultur sei mit ökologisch-ganzheitlichen Denk- und Lebensweisen kompatibel. Dokumentiert wird der historische Wandel der "modernen" Sichtweisen auf die "traditionelle" Bevölkerung der Anden - von dem Konzept des kolonialen "indio" über die Idee eines sozialistischen "campesino" hin zu der Vision eines ökologisch angepassten "andino". Dabei wird unter anderem dargelegt, inwiefern die ganzheitlichökologische Deutung der andinen Kultur eine neue Form der Aneignung indigener Strukturen durch die "westliche Welt" mit sich bringt. goj/difu
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VIII, 153 S.
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Berliner Beiträge zu Umwelt und Entwicklung; 17