Die Erlebniswelt als Stadt. Über reale und digitale Städte.

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Bonn

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0303-2493

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BBR: Z 703
ZLB: Zs 2548-4
IRB: Z 885
IFL: Z 73

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Abstract

Ein unbändiger Erlebnisdrang des Publikums scheint die Stadt zu bedrohen. Verwechselbarkeit, Flüchtigkeit und billige Oberflächlichkeit in den Malls und Einkaufszentren, den Spaßbädern und sonstigen Anlässen bedrängen charaktervolle, einmalige, gediegene alte Städte. Wie groß ist die Gefahr und wie zutreffend der Kulturpessimismus, der dem breiten Publikum wenig Vertrauen schenkt? Die virtuelle Stadt im Internet ist das Experimentierfeld, auf dem der "Mythos der Leichtigkeit" (V. M. Lampugnani) wachsen kann. Richtet sich die Entbindung von der "Schwere" gegen die urbane Stadt? Was tun die Bewohner/innen und Besucher/innen in der digitalen Stadt? Die Befunde sind eher beruhigend: Sie re-konstruieren das Prinzip Stadt in einem anderen Medium. Der Cyberspace entsteht um die sozialen Prinzipien herum, die anhand anderer Raumerfahrungen gemacht wurden. Die Überlegungen Georg Simmels über den sozialen Raum scheinen nicht gealtert. Auch die Gefahr, das neue Medium Stadt könnte das alte verdrängen und entwerten, scheint überschätzt: Reale und virtuelle Städte wachsen zusammen und durchdringen einander. Das "Publikum" ist vermutlich eine zu unspezifische Adresse, wenn Expertinnen und Experten über den Verlust von Urbanität in den Städten nachdenken. (n.Verf.)

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Nr.6

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S. 365-375

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