Optionen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs. Konzepte, Anreize, Strategien für quantitativen und qualitativen Freiflächenschutz auf kommunaler Ebene.
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DE
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Hannover
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DI
EDOC
EDOC
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Abstract
Flächenschutz weist eine quantitative Dimension - es gilt die Fläche vor der Inanspruchnahme für Natur schädigende Nutzungsformen zu bewahren - und eine qualitative Dimension auf - es gilt, die vorhandene Fläche in ihrer Qualität als Lebensraum und ökologischer Funktionsträger zu bewahren. In beiden Dimensionen lassen sich unterschiedliche Akteure identifizieren: Quantitativer Flächenschutz wird vor allem vom kommunalen Akteur beeinflusst: Die Gemeinde wirkt im Rahmen ihrer Planungshoheit auf das Angebot "frischer" Flächen zur Bebauung ein. Da das kommunale Einnahmesystem an die Fläche bzw. ihre Bebauung gekoppelt ist, besteht ein starker Anreiz, die Fläche zur Einnahmenerzielung einzusetzen. Qualitativer Flächenschutz charakterisiert sich durch private Nutzungsinteressen: Vor allem die flächenmäßig größte Nutzungsgruppe, die Landwirtschaft, bestimmt durch ihre Art der Nutzung die Qualität der auf der Fläche angesiedelten Lebensräume. Allen Nutzergruppen gemein sind die größtenteils nicht vorhandenen oder zu schwachen Anreize, mit der Fläche schonend, sparsam oder nachhaltig umzugehen. Im Rahmen der Arbeit werden sowohl die gesetzlichen, planerischen und finanziellen Vorgaben und Rahmenbedingungen ausführlich dargestellt und analysiert, die die Akteure in ihrem Handeln für oder gegen Flächenschutz beeinflussen, als auch Handlungsalternativen und Reformoptionen aufgezeigt. Der Fokus liegt dabei auf der Umgestaltung der finanziellen Anreizstruktur der kommunalen Ebene (für öffentliche wie private Akteure). Die Finanzierung könnte zum einen neben Umschichtungen von Haushaltsmitteln über neu eingeführte Flächenschutzsysteme wie die Baulandausweisungsumlage oder die Naturschutzabgabe erfolgen, zum anderen über einen Eigenanteil der Kommunen sowie die Einbeziehung bestehender, aber effektivierter Umweltprogramme geschehen.
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X, 266 S.