Sozioökonomisches Monitoring bewegungsorientierter Aktivitäten in Großschutzgebieten. Fallbeispiel Nationalpark Eifel.

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Mit Hilfe eines triangulativen Forschungsdesigns wurde in der Arbeit die touristische Situation im Nationalpark und der Nationalparkregion untersucht. Dazu wurde zum ersten mit Hilfe eines Fragebogens eine Besucherbefragung an 43 der insgesamt 90 Nationalparkeingängen durchgeführt, um ein differenziertes Bild der Nachfrageseite zu zeichnen. Als zweites wurden mit radtouristischen Leistungsträgern Experten aus einem entwicklungsfähigen und sich bereits in einem raschen Entwicklungsprozess befindlichen, touristischen Segment interviewt, um der Nachfrageseite die Sichtweisen und Handlungsfelder der Angebotsseite gegenüber stellen zu können. Als drittes wurden mittels einer touristischen Wirkungsanalyse die wirtschaftlichen Auswirkungen der touristischen Aktivität im Nationalpark Eifel analysiert. Hierbei wurden die Auswirkungen auf den Bruttoumsatz durch nationalparkaffine und weniger nationalparkaffine Touristen und die daraus ableitbaren Vollzeitbeschäftigungsäquivalenten dargestellt. Zudem wurden erstmals unterschiedliche Ausgabeverhalten bei unterschiedlichen Aktivitätsgruppen wie Wanderern und Radfahrern in einem Großschutzgebiet analysiert. Als viertes wurde mittels Reisekostenmethode der Erholungswert des Nationalparks bestimmt. Die Experten aus dem radtouristischen Segment bezeugten dem Nationalpark Eifel Strahlkraft als touristisches Zugpferd für die Region. Der Erholungswert des Nationalparks Eifel konnte mit 2.119.358 Euro beziffert werden. Damit lag er mehr als dreimal so hoch wie der (rechnerische) Betriebswert der Nationalparkfläche. Vor dem Hintergrund, dass 93,1 Prozent der Touristen zu Erholungszwecken den Nationalpark besuchen, erscheint die Bestimmung des Erholungswertes eine solche nutzungsgebundene Bewertung der Ökosystemleistung "Erholung" in hohem Maße zu rechtfertigen.

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IX, 208 S., Anh.

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