Soziale Aufgaben der Städte im Zeitalter von Emanzipation und Inklusion.

Wohnbund
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München

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1021-979X

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ZLB: 4-Zs 5875
BBR: H 893

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Abstract

Von jeher gibt es Armuts- und Bildungswanderungen vom Land in die Stadt sowie Invasionen von Menschen aus anderen Ländern. Das dichte Gemeinwesen der Stadt wusste selbst nach großen Zerstörungen oder Einwanderungswellen die Hinzugezogenen zu integrieren. Keine andere Region der Welt verfügt über eine solche Dichte an traditionsreichen Städten wie Mitteleuropa. Daher unterliegen viele Städte dem Reiz einer Aufwertung durch landesweit wahrgenommene Großereignisse, mit denen sich Imagegewinne und mittelfristig wirtschaftliche Vorteile erzielen lassen. Doch trotz dieser Anstrengungen sind angesichts des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandels die meisten städtischen Haushalte insbesondere in strukturschwachen Regionen mit der Bereitstellung von sozialer Infrastruktur überfordert. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag ein Blick auf die komplexen sozialen Systeme in Deutschland geworfen. Darüber hinaus wird ausgeführt, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen den Ausbau der Kinderbetreuung erfordert. Außerdem ist der demographische Wandel zunehmend eine kommunale Herausforderung. Daher benötigen die Kommunen zum Überleben und zur Entwicklung deutlich mehr von den Steuereinnahmen des Bundes als bisher. Die Übernahme des Existenzminimums für Langzeitarbeitslose und zukünftig auch der Grundsicherung im Alter durch den Bund kann erst der Anfang einer grundsätzlichen Umverteilung des gesamtstaatlichen steuerlichen Aufkommens sein. Abschließend wird auf die soziale Wohnraumversorgung eingegangen. Der Verkauf öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften an nur auf Kapitalverwertung orientierte Immobilienfonds hat zum Verlust wesentlichen Vermögens der Kommunen geführt und die soziale Stadtplanung und städtische Haushaltsführung strategisch geschwächt. Es gilt, wieder mehr politischen Einfluss auf die Wohnraumversorgung zu nehmen, um diejenigen zu versorgen, die keine Chance auf dem Wohnungsmarkt haben. Dabei bietet sich die Gesellschaftsform der Stiftung an, die schon in der Gründerzeit der Städte die Versorgung von Bedürftigen übernommen hat.

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Wohnbund-Informationen

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Nr. 2-3

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S. 51-54

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