Davidstern unter Hammer und Zirkel. Die Jüdischen Gemeinden in der SBZ/DDR und ihre Behandlung durch Partei und Staat 1945-1990.
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DE
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Hildesheim
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ZLB: 2004/3107
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DI
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Abstract
Die Geschichte der Jüdischen Gemeinden in der SBZ/DDR von 1945-1990 wird erstmals umfassend behandelt. Der erste Zeitabschnitt von 1945 bis 1949/50 war trotz vielfältiger persönlicher Kontakte von ideologischen Abgrenzungen gekennzeichnet. Die antisemitische Interimsperiode 1950-53 beendete diese Kontakte jedoch rasch. Die als "Antizionismus" verbrämte Pogromstimmung schürte neue Ängste unter den Überlebenden der Shoa und verstärkte die Westwanderung, so dass die Zahl der Gemeindemitglieder drastisch sank und die religiöse und organisatorische Funktionsfähigkeit der acht Gemeinden stark beeinträchtigte. Getrübt wurde das Verhältnis zum Staat darüber hinaus durch die ausgebliebene Wiedergutmachung und die fehlende Restitution früherer Vermögenswerte. Von Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre folgte eine Phase politischer Indifferenz, in der die Gemeinden staatlicherseits weitgehend unbeachtet bleiben und ihrerseits in kritischer Distanz zum sozialistischen Staat verharrten. Die Zeit von 1967 bis Anfang der 1980er Jahre war dann von permanenten Versuchen der DDR-Führung gekennzeichnet, die Juden als ideologisches Alibi für die antizionistische Politik der DDR zu benutzen. Seit Mitte der 1980er Jahre kam es dann zu einer verstärkten Instrumentalisierung der Jüdischen Gemeinden für die außenpolitischen Ziele der Sozialistischen Einheitspartei. Den Juden kam dabei verstärkt die Rolle von öffentlichen Demonstrationsobjekten zu, die, seltenen Museumsstücken gleich, bei Bedarf in den politischen Vordergrund geschoben wurden, insbesondere um die antifaschistische Gesinnung des sozialistischen Staates, vor allem bei politischen Gedenkveranstaltungen, hervorzuheben. difu
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XI, 456 S.
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HASKALA. Wissenschaftliche Abhandlungen; 18