Migrantenselbstorganisationen in der Integrationspolitik. Einwandererverbände als Interessenvertreter in Deutschland und den Niederlanden.
Waxmann
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Waxmann
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DE
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Münster
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ZLB: Kws 25/15
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DI
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Abstract
Der Autor analysiert in einem Bottom-up-Ansatz Selbstverständnis, Strategien und Integrationsverständnis von - vorrangig muslimischen - Migrantenselbstorganisationen (MSO). Der Fokus liegt dabei auf der Frage, auf welche Weise Political Opportunity Structures, also die nationalen Kontextbedingungen, Ausrichtung und Handeln dieser zivilgesellschaftlichen Akteure beeinflussen. Im Jahr 2008 führte der Autor qualitative, leitfadengestützte Interviews mit führenden Vertretern von MSO in Deutschland und den Niederlanden durch. Darüber hinaus untersuchte er eigene Dokumente der Verbände inhaltsanalytisch, in denen Selbstdarstellungen und Standpunkte enthalten sind. Er kann nachweisen, dass sich die MSO in beiden Ländern an den jeweiligen nationalen Rahmenbedingungen orientieren. So definieren sich die muslimischen MSO in Deutschland vor allem als Religionsgemeinschaften, welche durch das deutsche Religionsverfassungsrecht Privilegien genießen. Ihre Pendants in den Niederlanden relativieren dagegen ihre religiöse Funktion und beschreiben sich stattdessen als sozial-kulturelle Organisationen, um von der niederländischen Minderheitenpolitik zu profitieren, die ethnisch-kulturelle Gruppen fördert. Auch das Integrationsverständnis der MSO unterscheidet sich in den beiden Vergleichsländern: Während sie sich in den Niederlanden auf das traditionelle Modell des Multikulturalismus berufen und die Wahrung ihrer Herkunftsidentität einfordern, ziehen sie in Deutschland mitunter Formen einer Akkulturation sowie "transnationalen" Identitätsbildung im Aufnahmeland in Betracht.
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150 S.
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Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart; 6