Wie marode sind die Deutschen? Ein empirischer Beitrag zur Mentalitätsdebatte.

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Speyer

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ZLB: 4-2007/2302

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Abstract

Das Papier geht in einem ersten Schritt der Frage nach, inwieweit die scheinbar eindeutige Faktenlage, mit der das Negativbild der Deutschen als Ausbeuter sozialstaatlicher Leistungen, als weinerlich, als politikverdrossen etc. begründet wird, einer kritischen Untersuchung standhält. An Beispielen - mangelnde Reformbereitschaft, Gewaltbereitschaft der Jugend, Ausländerfeindlichkeit - wird deutlich, dass sich die angeblich unumstößlichen Belege, mit denen in den Medien operiert wird, in Luft auflösen. In einem zweiten Schritt wird eine Reihe von Fakten, die einer ersten Untersuchung standhalten, einer weiterführenden Analyse unterzogen, u.a. Geburtenschwund und PISA-Ergebnisse. Es wird dann deutlich, dass Informationen über das gesellschaftliche Verhalten der Menschen nicht ohne weiteres Schlussfolgerungen auf die dahinter stehenden Werte, Motivationen, Einstellungen und die Verhaltensbereitschaft zulassen. Es zeigt sich vielmehr, dass in einer großen Zahl von Fällen "negatives" Verhalten mit "positiven" Werten und Einstellungen Hand in Hand geht.

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V, 39 S.

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FÖV Discussion Papers; 13