KOSTAT - potenzialreich, aber unter Wert gehandelt.
Steiner
item.page.uri.label
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Steiner
item.page.orlis-pc
DE
item.page.orlis-pl
Stuttgart
item.page.language
item.page.issn
0303-2493
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: Kws 155 ZB 6802
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
item.page.type
item.page.type-orlis
relationships.isAuthorOf
Abstract
Die Anfänge des kommunalstatistischen Gemeinschaftsprojekts KOSTAT reichen zurück bis in die späten 1990er Jahre. Angelegt war die Datensammlung auf die kommerzielle Vermarktung kleinräumiger Bevölkerungsdaten von einer möglichst großen Zahl von Städten. Die Nutzung der Datensammlung als Forschungsdatensatz war nicht das Ziel. Die Ausrichtung auf ein interkommunales Informationssystem (Stadtmonitoring) ist allenfalls in Ansätzen erkennbar, wurde aber nie konsequent im Projekt entwickelt. Das Merkmalsprogramm konzentrierte sich von Beginn an auf das Machbare, was zu einem stark reduzierten Datensatz mit nur elf Variablen führte. Denn nur so ließ sich eine möglichst breite Beteiligung der Städte sichern und die Hürde zur Teilnahme niedrig halten. Insgesamt haben sich 103 Städte an KOSTAT mit Datenbereitstellungen beteiligt, was für erfolgreiche Umsetzung dieses Ziels spricht. Für das BBSR stand und steht jedoch die Nutzung der Datensammlung für die Beschreibung und Analyse von (demografischen) Stadtentwicklungsprozessen im Vordergrund. Diese "Zweckentfremdung" der Datensammlung lässt Nutzungsmöglichkeiten jenseits der kommerziellen Vermarktung erkennen. Trotz der engen Limitierung des Merkmalsprogramms bleibt vor diesem Hintergrund festzuhalten, dass KOSTAT unter Wert gehandelt wird. Denn es existiert in Deutschland keine andere Datensammlung, die für eine so große Anzahl von Städten altersstrukturelle Informationen auf Stadtteilebene vorhält. Der Beitrag nimmt die Projekthistorie zum Ausgangspunkt, um über eine Nutzung von KOSTAT als Forschungsdatensatz nachzudenken und widmet sich im Weiteren der Erschließung der Datensammlung für die Stadtbeobachtung des BBSR. Am Beispiel eines Demografiemonitorings werden die Analysemöglichkeiten von KOSTAT paradigmatisch dargestellt. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Kommunalstatistik mit KOSTAT eine Datenbasis geschaffen hat, die zusätzlich zu ihrer ursprünglichen auf Vermarktung ausgerichteten Intention hinaus für Zwecke der Stadtforschung genutzt werden kann.
Description
Keywords
Journal
Informationen zur Raumentwicklung
item.page.issue
Nr. 6
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
S. 505-516