Regionsbildung im Schatten des Metropolendiskurses. Das Fallbeispiel der Region Südwestfalen.
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Springer
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DE
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Heidelberg
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0034-0111
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ZLB: Kws 150 ZB 6820
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Abstract
Die raumordnungspolitische Debatte ist in Deutschland seit Mitte der 1990er-Jahre durch eine Dominanz metropolitaner Diskurse geprägt. Mit diesen Diskursen ist augenscheinlich auch eine graduelle Verschiebung raumordnungspolitischer Prioritäten verbunden, die das primäre Ziel der räumlichen Kohäsion mehr und mehr zugunsten eines wettbewerbsorientierten Ansatzes aufgeben. Im Zuge des dominanten Metropolendiskurses sehen sich insbesondere Regionen an den Rändern bzw. zwischen den Metropolräumen einem zunehmenden Druck regionaler Profilierung ausgesetzt. Der Beitrag nimmt daher am Fallbeispiel der Region Südwestfalen Regionsbildungsprozesse im Schatten des Metropolendiskurses in den Blick. Unter Rückgriff auf den Gouvernementalitätsansatz Foucaults werden Regionsbildungsprozesse sowie die Entstehung von "soft spaces" als Ausdruck und Mittel neoliberaler Gouvernementalität verstanden und im Hinblick auf ihre zugrunde liegenden Rationalitäten und Technologien des Regierens untersucht. Die empirische Analyse legt offen, wie dominante regionalökonomische Rationalitäten, Handlungslogiken interkommunaler Kooperation und fördermittelpolitische Zwänge den Regionsbildungsprozess auf der diskursiven Ebene rahmen. Am Beispiel von Diskursen und Praktiken des Regionalmarketings und Maßnahmen der infrastrukturellen Daseinsvorsorge wird exemplarisch gezeigt, wie kontingente Technologien der regionalen Selbstregierung den Regionsbildungsprozess auf der kollektiven Ebene regierbar machen und gleichzeitig durch die Vorgabe von Deutungs- und Handlungsmustern subjektivierende Wirkung entfalten.
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Raumforschung und Raumordnung
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Nr. 4
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S. 293-305