Ein Suchen und Sichfinden im Gestern und Heute. Verändern die Ostdeutschen ihre Einstellungen und Haltungen zur Demokratie und gesellschaftlichen Mitwirkung?

Loading...
Thumbnail Image

Date

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

item.page.orlis-pc

DE

item.page.orlis-pl

Berlin

item.page.language

item.page.issn

item.page.zdb

item.page.orlis-av

ZLB: 98/4310-4

item.page.type

item.page.type-orlis

FO

relationships.isAuthorOf

Abstract

Zu den positiven Ergebnissen der Veränderungen der zurückliegenden sieben Jahre in Ostdeutschland gehört, daß funktionsfähige demokratische Institutionen und Strukturen geschaffen wurden. Das wird von den Bürgern in den neuen Bundesländern honoriert, indem das politische System der Bundesrepublik im Vergleich zu jenem der DDR eine deutlich bessere Bewertung erfährt. Da das Vertrauen der Ostdeutschen in verschiedene Institutionen weiterhin gering bleibt, ein hoher Anteil mit der bisherigen Demokratieentwicklung und dem eigenen Einfluß unzufrieden ist, muß zugleich von einer gewissen kritischen Haltung zum gegenwärtigen politischen System ausgegangen werden. Die Ostdeutschen erwarteten augenscheinlich andere Entscheidungen, eine bessere Berücksichtigung ihrer Interessen sowie ein stärkeres Eingreifen der Politik in die Steuerung der wirtschaftlichen Entwicklung. Für die aktuellen Einstellungen und Haltungen sind auch die Erfahrungen und Werte der "Vorwendezeit" von nachhaltiger Wirkung. So haben Kirche und Religion im Vergleich zu Westdeutschland weiterhin nur geringen Einfluß. Die Mitgliedschaft in Parteien und anderen Organisationen, die in der DDR mehr oder weniger zum System gehörte und zu der sich deshalb eine starke Abneigung entwickelte, trifft weiterhin auf Zurückhaltung und Vorbehalte. Gegenwärtig besteht die Gefahr, daß sich die politischen Einstellungen und Haltungen der Resignation und Zurückhaltung in der Partizipation dauerhaft verfestigen. Für die Ostdeutschen können sich durch den Rückzug auf reine Beobachter- und Kritikerpositionen Tendenzen hin zu einer "Zuschauerdemokratie" ergeben, der es weitgehend an einer Interessenartikulation, Konfliktaustragung und der Nutzung von Chancen zur aktiven Gestaltung der Verhältnisse mangelt. difu

Description

Keywords

Journal

item.page.issue

item.page.dc-source

item.page.pageinfo

48 S.

Citation

item.page.dc-subject

item.page.dc-relation-ispartofseries

Veröffentlichungen der Abteilung Sozialstruktur und Sozialberichterstattung; FS III 97 - 411