Umweltprobleme und Unsicherheit. Eine konzeptionelle und empirische Analyse am Beispiel der EG-Wasserrahmenrichtlinie.

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Marburg

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ZLB: 2008/161

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DI

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Abstract

Handlungen und Entscheidungen, die zur Lösung von Umweltproblemen beitragen sollen, sind häufig von Unsicherheit geprägt. Sie stellt die Akteure in Politik und Verwaltung vor große Herausforderungen. Wie kann man erfolgreich handeln, wenn wesentliche Ziele unklar, grundlegende Zusammenhänge nur lückenhaft beschreibbar und relevante Folgen möglicher Entscheidungen nicht oder nur unzureichend vorhersehbar sind? Fragen wie diese haben dazu geführt, dass dem Thema Unsicherheit in der Umweltforschung eine große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das Buch analysiert den Themenkomplex der Unsicherheit am Beispiel der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die seit 2000 in Kraft ist und den Gewässerschutz in Europa auf eine neue Grundlage stellt. Die Autorin geht der Frage nach, wie ein "guter" Umgang mit Unsicherheit bei der Umsetzung der WRRL aussehen könnte, wobei der Schwerpunkt auf der differenzierten Beschreibung von Unsicherheit liegt. Sie entwickelt ein Konzept von Unsicherheit, das es Entscheidungsträgern ermöglicht, die Vertrauenswürdigkeit ihrer Wissensbasis einzuschätzen und anhand verschiedener Perspektiven näher zu charakterisieren. Die theoretischen Überlegungen zu Unsicherheit stehen in enger Beziehung zu empirischen Studien zur WRRL. Dabei handelt es sich um eine Textanalyse der WRRL und ausgewählter EU-Dokumente zu deren Umsetzung sowie um Experteninterviews mit Vertretern der zuständigen Behörden der WRRL in Deutschland. difu

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230 S.

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Ökologie und Wirtschaftsforschung; 77