Mitgestalten vor Ort. Formen und Inhalte politischer Beteiligung in Chemnitz.

Universitätsverl.
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Chemnitz

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ZLB: Kws 95/127

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Abstract

Wie beheimatet sich Menschen in einer Stadt fühlen, hängt davon ab, wie politisch eingebunden sie sich begreifen. Die Entstehung von Mitbestimmungsformen in Chemnitz verlief – wie in vielen anderen Städten – nicht reibungslos. Auch die Inhalte variierten über die Jahrhunderte: Wollten die Bürger bis zum Ende der mittelalterlichen Stadtverfassung Anfang des 19. Jahrhunderts vor allem über die Besteuerung, die Gerichtsbarkeit und elementare Sicherheitsfragen mitbestimmen, ging es bis 1919 um die Durchsetzung des allgemeinen Wahlrechts, das Frauen einschloss, um sozialen Ausgleich und die großen Infrastrukturprojekte der Gründerzeit. Nach Rückschritten in der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR bekam Chemnitz mit der Gemeindeordnung Sachsens von 1994 eine freiheitliche Kommunalverfassung, die auch Raum für weitere Neuerungen lässt – wie etwa Einwohnerversammlungen in den Stadtvierteln. Zwischen mehr Mitbestimmung und effizienten Entscheidungen entsteht dabei ein gewisser Gegensatz. Dieser Band bringt die Hintergründe einer aktuellen Debatte auf den Tisch.

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