Alltagsmobilität junger Familien in der Metropole Ruhr. Mobilitätspraktiken, Mobilitätsbarrieren und mobilitätsbezogene soziale Exklusion.
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DE
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Aachen
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DI
EDOC
EDOC
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Abstract
Die Alltagsmobilität ist in Deutschland stark mit der Nutzung des Pkw verbunden. Nachhaltigkeitsdebatten seit den 1980er-Jahren kritisieren jedoch die Dominanz des Pkw mit Verbrennungsmotor als Verkehrsmittel. Deshalb fordert die Wissenschaft verstärkt eine Verkehrswende zu klimaneutralen Antrieben sowie eine Verlagerung des Verkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad und das Zufußgehen. In der Arbeit liegt der Fokus auf der Frage, welche Gründe aus Sicht der befragten Haushalte gegen die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der eine zentrale Säule dieser Transformation bildet, sprechen. Um die Mobilitätspraktiken von Familien besser verstehen zu können, wurde eine qualitative Interview-Studie konzipiert, die den inhaltlichen Schwerpunkt der Arbeit bildet. Mittels Kontaktaufnahme über Grundschulen, Kindergärten und soziale Medien konnten in 35 Interviews insgesamt 40 Mütter
und Väter aus vier Kommunen der Metropole Ruhr interviewt und 30 Stunden Interviewmaterial gesammelt werden. Ergänzend zur Interview-Studie wurde im Rahmen eines Master-Projektseminars am Geographischen Institut eine bevölkerungsgruppenübergreifende Fragebogen-Erhebung mit mehr als 1.000 Befragten durchgeführt. Die Analysen zeigen, dass zeitliche und infrastrukturelle Argumente am häufigsten vorgebracht werden, jedoch Unterschiede zwischen den Untersuchungsgemeinden und den befragten Haushalten bestehen. Um eine von Experten geforderte Verkehrsverlagerung vom Pkw auf andere Verkehrsmittel zu erreichen, müssen der nötige Zeitaufwand, die Zuverlässigkeit, die Flexibilität und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis im öffentlichen Verkehr verbessert werden.
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