Kommunale Politik im Sozialstaat. Nürnberger Wohlfahrtspflege in der Weimarer Republik. 2 Bde.

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Münster

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ZLB: 93/511-1.2.-4

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Die Fallstudie zur städtischen Wohlfahrtspflege in der Industriemetropole Nürnberg zeigt, wie sich Sozialpolitik in einer Kommune gestaltete, die in besonderen Maße mit den Folgen von Industrialisierung und Urbanisierung konfrontiert war. Am Beispiel der Arbeitslosen- und Wohnungsfürsorge und der Vorformen der Sozialhilfe wird der Funktionswandel der Honoratiorenverwaltung des 19.Jahrhunderts zur modernen Leistungsverwaltung skizziert. Die Studie analysiert den kommunalpolitischen Prozeß und das Verhältnis von Stadtverwaltung und freien Trägern und arbeitet die Dominanz der Verwaltung in der Wohlfahrtspflege heraus. Die Sozialpolitik in Nürnberg stellt sich als wichtiges Feld dar, auf dem der Kampf um die kommunale Selbstverwaltung im Weimarer Staat ausgetragen wurde. Die Fallstudie erörtert die Chancen für eine eigenständige Wohlfahrtspolitik in dem engen Finanzrahmen bis zur Weltwirtschaftskrise. Ein Ausblick in die Frühphase der NS-Herrschaft unterstreicht, daß diese Chancen bereits ab 1930 verschüttet wurden. kmr/difu

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559 S.

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