Zwangssterilisation im Nationalsozialismus - Zur Rolle der Hamburger Sozialverwaltung.

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SEBI: 91/1580

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DI
S

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Abstract

Zwischen 1934 und 1945 wurden in Hamburg insgesamt ca. 24.000 Menschen sterilisiert. Die Hamburger Fürsorgebehörde meldete ca. ein Achtel dieses Personenkreises zur Sterilisation. Die Autorin untersucht die Rolle der Sozialverwaltung bei der Durchführung des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" von 1933. Die Amtsärzte der Hamburger Fürsorgebehörde beurteilten alle bei einer Behörde registrierten Personen nach deren "Erbwertigkeit" und leiteten die Sterilisationsanzeigen an das Gesundheitsamt weiter, das die Anzeigen entweder ablehnte oder an das "Erbgesundheitsgericht" weiterleitete. Die Arbeit geht anhand der 3.186 Sterilisationsanzeigen der Fürsorgebehörde den Aspekten der Datenbeschaffung und der Verarbeitung der zusammengetragenen Daten nach. Die ersten beiden Teile beschreiben die Institutionen und deren Verflechtung. Teil drei erörtert die technische Abwicklung des Verfahrens und gibt einzelne Sterilisationsbegründungen wieder. Die Studie belegt die Akribie in der Arbeitsweise nationalsozialistischer Amtsärzte und zeigt, daß die Anzeigen ausschließlich sozial schwache Menschen trafen. Der Verdacht auf eine Erbkrankheit wurde durch die nationalsozialistische Weltanschauung zu "belegen" versucht. gwo/difu

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Nationalsozialismus, Medizin, Sterilisation, Zwang, Gesundheitsamt, Sozialverwaltung, Behörde, Arzt, Erbkrankheit, Verwaltungsgeschichte, Verwaltung, Soziographie, Sozialwesen, Stadtgeschichte, Institutionengeschichte, Gesundheitswesen, Daseinsvorsorge, Gesundheitseinrichtung

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Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, Peter Jensen (1990), ca. 170 S., Abb.; Tab.; Lit.(med.Diss.; Hamburg 1989)

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Nationalsozialismus, Medizin, Sterilisation, Zwang, Gesundheitsamt, Sozialverwaltung, Behörde, Arzt, Erbkrankheit, Verwaltungsgeschichte, Verwaltung, Soziographie, Sozialwesen, Stadtgeschichte, Institutionengeschichte, Gesundheitswesen, Daseinsvorsorge, Gesundheitseinrichtung

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Wissenschaftliche Beiträge aus europäischen Hochschulen. Reihe 4 Medizin; 1