"Der Tahrir-Platz ist jetzt unser Facebook" - die Stadt als Protestraum in Zeiten sozialer Netzwerke.

Steiner
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Steiner

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Stuttgart

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0303-2493

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ZLB: Kws 155 ZB 6802
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

Entgegen des oft entworfenen Szenarios vom Verschwinden des öffentlichen Raums im Zeitalter der digitalen Kommunikation, erleben derzeit Plätze als Orte von Massenprotesten ein Comeback. Für die medienerfahrenen Protagonisten der Arabellion und der Occupy-Bewegung spielen die städtischen Räume eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung ihrer Ziele, da sie planmäßig bespielt und medial inszeniert werden können. Mit dem Ziel, eine reale und mediale Gegenöffentlichkeit herzustellen, errichten die Protestteilnehmer vor der wirkmächtigen Negativkulisse der Platzarchitekturen eine temporäre "Stadt in der Stadt", die ihnen als Versuchsstätte für eine neue Form des gesellschaftlichen Handelns gilt. Der Beitrag diskutiert die informelle Nutzung öffentlicher Räume durch Protestcamps und fragt nach den politischen und gesellschaftlichen Wirkungen dieser kurzzeitigen Besiedelungen.

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S. 95-101

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