„Neue Wege“ in der Landschaftsarchitektur. Untersuchung von Bewegungsprofilen auf Basis von räumlichen und personengebundenen Daten zur Förderung der Orientierung im Freiraum am Beispiel der Besucher des Bergparks Kassel-Wilhelmshöhe.

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Die Arbeit setzt sich mit einer für die Landschaftsarchitektur sehr zentralen Fragestellung auseinander: Wie orientieren sich Menschen im öffentlichen Freiraum? Anhand des Bergparks Kassel-Wilhelmshöhe wurde die menschliche Orientierung im Freiraum näher untersucht. Dieser Ort wurde bewusst gewählt, da die Anlage zu den bedeutendsten Landschaftsparks Europas zählt. Zur Beantwortung der Frage wurden die individuellen Bewegungsmuster von über 500 Personen im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe per Global Positioning System (GPS) aufgezeichnet und zusätzlich personengebundene Informationen über die Besucher durch einen Fragebogen erfasst. Die nachfolgende Verschneidung dieser Methoden in ein Geoinformationssystem (GIS) führt erstmalig dazu, Orientierung in einem Freiraum differenziert objektivierbar machen zu können. Durch statistische Berechnungen konnte aufgezeigt werden, dass es zwei definierbare Typen von Besuchern gibt, die sich eindeutig gegeneinander abgrenzen lassen: die „Naherholer“ und die „Touristen“. In der weiteren räumlichen Ausdifferenzierung zeigt sich beim Vergleich dieser beiden Nutzertypen wiederum ein gänzlich unterschiedliches Bewegungsverhalten.

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