Medizinpsychologische Aufklärung im Gesundheitsamt am Beispiel von AIDS.

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Gießen

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ZLB: 92/3565

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DI

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Abstract

Im Zuge der die BRD umfassenden AIDS-Aufklärungskampagnen erweist sich eine zunehmend kommunal zu organisierende Beratung als notwendig. Im sogenannten "Großmodell Gesundheitsämter" werden ab dem 1. Juli 1987 AIDS-Fachkräfte zur personalen Aufklärung und präventiver HIV-Testung an allen Gesundheitsämtern der BRD gefördert und institutionell eingebunden. Im Rahmen einer Stichprobenerhebung unter 96 Probanden zwischen 14 und 24 Jahren der anonymen AIDS-Beratung Bad Hersfeld wird insbesondere die Effizienz von mündlicher und schriftlicher Aufklärung untersucht. Die Fragen nach Beratungszielen, individueller Betroffenheit, Kenntnisstand und Stimmungssyndromen als vermittlungsbeeinflussende Faktoren stehen im Vordergrund. Das der gesundheitsamtlichen Aufklärung innewohnende Konfliktpotential wird kritisch beleuchtet. Einerseits verstärkt die Rolle als seuchenhygienische "Gesundheitspolizei" die Schwellenangst, andererseits wird das Angebot von Rat und Hilfe - jenseits von Moral und Kontrolle - vom Einfühlungsvermögen der Mitarbeiter abhängig. Fazit der Arbeit ist die Forderung nach gesprächsorientierter, gruppenspezifischer Beratung zu Sozialverhalten und Sexualethik als perspektivisch sinnvoller Präventionsarbeit. bek/difu

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134 S.

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