LEADER in Ungarn - Erfahrungen mit bottom-up-Regionalentwicklung in einem post-sozialistischen Kontext.

Leibniz-Institut für Länderkunde
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Leibniz-Institut für Länderkunde

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Leipzig

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0943-7142

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ZLB: Kws 165 ZB 2033

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Abstract

Mit der Erweiterungsrunde 2004 traten acht postsozialistische Länder der Europäischen Union bei, darunter Ungarn. Damit erhielten diese Länder auch die Möglichkeit, die regionalen Förderprogramme für ländliche Räume zu nutzen. Eine besondere Chance und gleichzeitig auch eine Herausforderung bot das LEADER-Programm, weil es den lokalen Akteuren eine besondere Rolle zuweist und damit sehr spezifische Ansätze ländlicher Regionalentwicklung ermöglicht. In dem Aufsatz wird für Ungarn anhand von Untersuchungen in der nordungarischen Region herausgearbeitet, wie das LEADER-Programm in Ungarn in einer Pilotphase vor dem Beitritt und einer ersten verkürzten Regelphase nach 2004 angewandt wurde. Der Aufsatz verknüpft zwei Zugänge: zunächst eine Darstellung der LEADER-Projekte in der nordungarischen Region und darauf aufbauend dann eine systematische Diskussion der Herausforderungen entlang der sieben LEADER-Prinzipien. Damit wird der Rahmen geschaffen zur Beantwortung der zentralen Fragen des Aufsatzes: Wie kommen die LEADER-Prinzipien in Ungarn zur Geltung bzw. zur Entfaltung und wo gibt es Hindernisse und Schwierigkeiten? Insgesamt zeigen sich Schwierigkeiten mit der Anwendung der LEADER-Prinzipien, die ihre Ursachen vor allem in zentralistischen Verwaltungsstrukturen, geringem Vertrauen der höheren Behörden in die lokalen Akteure und in mangelnder Erfahrung mit einer bottom-up-Regionalentwicklung in den LEADER-Regionen hatten. Hinzu kamen die verkürzten Programmphasen, begrenzte Fördermittel und Ko-Finanzierungen sowie eine mangelnde territoriale Kontinuität in den Programmphasen. Insofern blieben die Erfolge vor Ort begrenzt. Positiv sind die erfolgten Lernschritte mit endogener Regionalentwicklung zu sehen, während die Projekte zu klein, zu kurz oder zu unbeständig waren, um einen dauerhaften Mehrwert für die geförderten Regionen zu erbringen.

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Europa regional

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Nr. 1

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S. 15-29

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