"Grüner" Strom gleich guter Strom? Warum Solarförderung ein teurer Irrtum ist.

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EDOC

Abstract

In den vergangenen Jahren erlebte Deutschland einen Solarboom. Stark fallende Preise für Solarmodule sowie die hohen Einspeisevergütungen führten laut den Autoren dazu, dass die Photovoltaik (PV) massiv ausgebaut wurde. Aus Sicht der Autoren ist dies entgegen erster Intuition keine gute, sondern eine "gefährliche Entwicklung": In Summe und in heutigen Preisen müssten die deutschen Stromverbraucher über höhere Stromrechnungen rund 111 Mrd. Euro für die zwischen April 2000 und Ende 2013 installierten PV-Anlagen zahlen. Den immensen Kosten stünden dabei nur geringe positive Umweltwirkungen gegenüber, betonen die Autoren. Die zahlreichen Insolvenzen von Solarunternehmen hätten zudem gezeigt, dass der durch die Förderung ausgelöste (Brutto-)Beschäftigungseffekt nicht nachhaltig war. Um eine durch solche eklatante Fehlentwicklungen ausgelöste Abkehr breiter Bevölkerungsschichten von der Energiewende zu verhindern, empfehlen die Autoren, an Stelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ein alternatives Instrument zur kosteneffizienteren Förderung erneuerbarer Energien einzusetzen. Der weitere PV-Ausbau sollte in jedem Fall schnellstmöglich gestoppt werden, anstatt ihn weiterhin - und in Form des Eigenverbrauchs von Solarstrom sogar in zunehmend stärkerem Maße - zu fördern.

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19 S.

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RWI Positionen; 57