Abfall ist Rohstoff am falschen Ort. Anthropogene Lagerstätten können Versorgungsengässe über lange Zeit abpuffern.
Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.
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DE
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Frankfurt/Main
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0933-3754
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ZLB: Kws 274 ZB 6793
BBR: Z 551
BBR: Z 551
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Abstract
Abfalldeponien erschienen in Zeiten des Wirtschaftsbooms der Nachkriegsjahre als eine attraktive Lösung zur Müllbeseitigung. Vor dem Hintergrund, dass primäre stoffliche und energetische Ressourcen immer knapper werden, ist das Zurückgreifen auf in Abfalldeponien enthaltenen Ressourcen heute eine Option, inländische Ressourcenquellen sinnvoll zu erfassen und zu nutzen. "Urban Mining" steht daher im Vordergrund von Wirtschaftseinrichtungen, Öffentlichkeit und Forschung. In diesem Zusammenhang sind folgende potentielle Abfall- bezehungsweise Ressourcenquellen zu nennen.: Kurzfristige urbane Minen (Konsumgüter); Langfristige urbane Minen (Bauwerke, Infrastruktur, Abfalldeponien). Die Potenziale des urbanen Lebens sind allgegenwärtig. Rohstoffe verweilen in Abhängigkeit des Einsatzgebietes über mehrere Jahrzehnte oder nur wenige Stunden in Produkten. Allen gemein ist, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus zurückgewonnen werden können. Ziel muss es sein, Rohstoffe zu gebrauchen, statt sie zu verbrauchen. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag die Ergebnisse von Untersuchungen der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) vorgestellt. Gemessen am deutschen Jahresverbrauch können demnach etwa 50 Prozent des jährlichen Aluminiumbedarfs, 124 Prozent des jährlichen Eisenbedarfs und 142 Prozent des jährlichen Kupferbedarfs gedeckt werden. Die Untersuchungen, die auf der Kreismülldeponie Hechingen durchgeführt wurden, bestätigen diese Ergebnisse. In einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zur energetischen Bilanz eines Deponierückbaus wurden durchweg positive Werte aufgezeigt.
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Entsorga
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Nr. 4/5
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S. 95-96