Der Baumarkt. Standortstruktur und Morphologie eines Bautyps zwischen den Zentren und Ansätze zu seiner Qualifizierung.
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DE
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Stuttgart
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ZLB: 4-2009/1154
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DI
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Zusammenfassung
Obwohl die stadtbildprägende Wirkung der "Megastores" der Baumarkt-Ketten erheblich ist, findet die Ausgestaltung der Mikrostandorte wenig Beachtung. Bessere Lösungen sind umsetzbar, wenn auf Seiten des Betreibers und der Kommune Interesse und Verhandlungsbereitschaft bestehen. An Standorten, an denen äußere Rahmenbedingungen qualifizierend einwirken oder ein öffentliches Interesse an einer hochwertigen Gestaltung besteht und wenn keine Nutzungskonflikte entstehen und die Verkehrsinfrastruktur ausreichend dimensioniert ist, lassen sich Baumärkte sogar in Versorgungszentren integrieren. Auch an Standorten in der "Zwischenstadt" ist eine erhöhte Sensibilität für Themen wie Flächeneinsparung und stadträumliche Ausgestaltung notwendig, um nachhaltigere und ganzheitliche Lösungen zu erzielen. Verfügt die kommunale Planung zwar nur im Fall einer Bebauungsplanaufstellung über eine Handhabe, kann sie aber dafür sorgen, dass Kosten des Verkehrsinfrastrukturausbaus übernommen werden und eine Nachnutzung der Standorteerleichtert wird. Durch die Festschreibung von gestalterischen Auflagen für Stellplätze, Fußwege, Begrünung, Werbeanlagen und Fassaden im Bebauungsplan kann die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Da die Erschließung von Baumarktstandorten "auf der grünen Wiese" zunehmend eingeschränkt wird, rücken neue Baumarktstandorte näher an Siedlungszusammenhänge heran. Die Beeinträchtigung des städtebaulichen Umfelds wird als Thema an Bedeutung gewinnen. Wenn eine hochwertige Gestaltung bisher nur von wenigen Baumarktunternehmen als Wettbewerbsstrategie verfolgt wird, zeichnet sich ab, dass eine Profilierung unumgänglich werden wird. Kleinflächen- und Fachmarktzentrenkonzepte bieten neue Ansatzpunkte für eine gestalterische Aufwertung und städtebauliche Qualifizierung der Einrichtungen des Do-it-yourself-Handels, die über eine rein stadtstrukturell-funktionale Einbindung hinausgehen.
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Seiten
288 S.