Pflichtenbindungen und Pflichtenkollisionen der Gemeindevertreter. Über die Rechtsstellung der kommunalen Vertreter in den Organen privatrechtlicher Organisationsformen.

Duncker & Humblot
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Duncker & Humblot

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Berlin

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ZLB: R Pfam 5243

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DI
RE

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Abstract

Vermehrt gehen Kommunen dazu über, Verwaltungsaufgaben in privatrechtlichen Organisationsformen zu erfüllen. Die Gemeindeordnungen sehen allerdings vor, dass sie hierbei einen angemessenen Einfluss auf diese Unternehmen sicherstellen (sog. Ingerenz). Häufig führt dies insbesondere bei gemischtwirtschaftlichen Unternehmen mit kommunaler Mehrheitsbeteiligung zu Konflikten mit spezifisch gesellschaftsrechtlichen Logiken. Dadurch kommt es sowohl im Gründungsstadium als auch während der Unternehmensführung zu Regimekollisionen. In diesem Spannungsfeld untersucht der Autor die Rechtsstellung der Gemeindevertreter in den Organen privatrechtlicher Gesellschaftsformen. Er stellt dar, dass die Pflicht zur Wahrung des Wohls der von ihnen vertretenen Kommunen vielfach den Gesellschaftsinteressen entgegensteht, und entwickelt unter Rückgriff auf das Urteil des BVerfG vom 07.11.2017 (Az.: 2 BvE 2/11) ein "modifiziertes Verwaltungsgesellschaftsrecht" zur Lösung ingerenzbedingter Regimekollisionen.

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Schriften zum Öffentlichen Recht; 1449