Genossenschaftliche Prinzipien und genossenschaftliche Alltagspraxis - der gemeinschaftliche Wohnungssektor in Leipzig.

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0034-0111

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ZLB: Kws 150 ZB 6820

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Abstract

Wohnraumverknappung, steigende Miet- und Kaufpreise sowie Diskussionen um das "Recht auf Stadt" bilden die Kulisse für das aktuelle Interesse an der Genossenschaftsidee in deutschen Großstädten. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit genossenschaftliche Wohnmodelle dazu beitragen können, eine sozial gerechtere Wohnversorgung sicherzustellen und die renditegetriebenen Entwicklungen auf den städtischen Immobilienmärkten abzufedern. Neben ihrer wohnungspolitischen Bedeutung erscheinen kooperative Wohnformen als besonders geeignet, um auf die neu entstehenden Wohnbedürfnisse einer individualisierten und alternden Gesellschaft zu reagieren. Die kollektive Organisation von Wohnraum spricht unterschiedliche Bevölkerungsgruppen mit differenzierten Wohnvorstellungen an. Gleichzeitig beeinflussen regionale und lokale Bedingungen die Handlungsmöglichkeiten genossenschaftlicher Akteure im starken Maß. Vor diesem Hintergrund behandelt der Beitrag die spezifische Situation der Bestandsgenossenschaften in der Stadt Leipzig, die nach Jahren des Wohnungsleerstandes, Rückbaus und Mitgliederschwundes zunehmend mit Fragen der sozialen Entmischung, neuen Integrationsaufgaben und des Generationenwechsels konfrontiert sind. Auf der Grundlage einer Befragung von Mitgliedern stellt der Beitrag das Verhältnis von abstrakten Genossenschaftsprinzipien und den Bedürfnissen, Interessen und Praktiken im Alltag der Mitglieder einer Traditionsgenossenschaft in den Mittelpunkt. Einen Referenzrahmen für die Einordnung dieser Ergebnisse bildet das Selbstverständnis der jungen Kollektivhausszene, die sich in den letzten Jahren unter den Bedingungen von Leerständen und Überangeboten auf dem Wohnungsmarkt in Leipzig etablieren konnte.

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Raumforschung und Raumordnung

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Nr. 2

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S. 143-156

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