Raumbezogene Identitätspolitik. Eine Komplementärpraxis der Regionalentwicklung.

Selbstverl.
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Jena

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1866-0231

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ZLB: 4-2008/2609
IfL: Z 1459 - 2008,02

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Abstract

Bundesweit hat die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) bisher elf Regionen als Metropolregionen anerkannt. Die polyzentrische Region "Rhein-Neckar" erhielt diesen Status im Jahr 2005. Zu ihrem besonderen Kennzeichen gehört eine über Jahre etablierte regionale Governance-Struktur, deren Akteure sich auf ein umfassendes Spektrum regionalentwicklungspolitischer Maßnahmen verständigt haben. Neben Aktivitäten im struktur- und wirtschaftspolitischen Sinne kommen auch symbolisch-diskursive Verfahren zur Anwendung. Verstanden als "raumbezogene Identitätspolitik" wird angestrebt, dem konstatierten regionalen Identitätsdefizit zu begegnen. Der Autor setzt sich mit der Bedeutung raumbezogener Identitätspolitik im Rahmen der kooperativen Regionalentwicklung Rhein-Neckar auseinander. Es wird analysiert, wozu diese identitätskonstitutive Praxis angewandt wird, welche Akteure sie vollziehen und mit welchen Mitteln, Inhalten und Strategien sie betrieben wird. Im Zentrum steht die Behauptung, dass die raumbezogene Identitätspolitik einen wichtigen Beitrag zur Solidarisierung mit einem spezifischen Raumausschnitt leistet. Daher wird sie als "Komplementärpraxis" verstanden und als wichtiger Bestandteil der gemeinschaftlichen Regionalentwicklung bewertet.

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136 S.

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Sozialgeographische Manuskripte; 2008,2