Südliches Bodenseeufer. Projekt für eine urbanisierte Kulturlandschaft.

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Zürich

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ZLB: Kws 210/98

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Abstract

Es ist seit langem bekannt: Die Ausbreitung der Stadt verbraucht Flächen und bedroht die Kulturlandschaft. Die Trennung zwischen Bau- und Nichtbauland hat sich nur bedingt als wirksamer Schutz der Kulturlandschaft erwiesen. Die Siedlungsentwicklung in ländlichen Gemeinden lässt sich nicht stoppen, sondern allenfalls verlangsamen. Am südlichen Bodenseeufer, wo eine noch weitgehend intakte, agrarisch geprägte Landschaft zunehmend von Städtenetzen überzogen wird, betrifft die Frage nach der Zukunft dieser Kulturlandschaft die Identität einer ganzen Region. Auf der Suche nach neuen urbanen Lebensformen wird häufig wieder der verstärkte Kontakt zum Boden und zur landwirtschaftlichen Produktion angestrebt. Unterschiedliche hybride Lebensentwürfe können Grundlage sein für neuartige Siedlungs- und Wirtschaftsformen in der Kulturlandschaft. Die Studie stellt vor dem Hintergrund der Publikation "Die Schweiz. Ein städtebauliches Portrait" neue Formen des Wohnens und Arbeitens für das südliche Bodenseeufer vor. Was zunächst als Paradox erscheint - ein urbanes Wachstum bei gleichzeitigem Schutz von Kulturland -, kann sich auf den zweiten Blick in sein Gegenteil verkehren: Mit der Auflösung des Gegensatzes von Bau- und Nichtbauland und der behutsamen Besiedelung von traditionellem Kulturland wird dieses nicht weiter bedrängt, sondern in eine neue, stabile Form überführt.

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324 S.

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