Modelltheoretische Untersuchungen zur ökonomischen und ökologischen Analyse von Verkehrs- und Siedlungsstrukturen in Ballungsräumen.
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DE
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Erlangen-Nürnberg
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Zusammenfassung
Das Zusammenwirken von Verkehrsangebots- und Siedlungsstruktur in urbanen Räumen wird vor dem Hintergrund zunehmender Umweltprobleme zu einem neuen Forschungsfeld der Verkehrs- und Stadtplanung. Bislang liegen hierzu noch keine holistischen verallgemeinerbaren Erkenntnisse auf Basis empirischer und theoretischer Kenntnisse vor. Mit dem Ziel dieser Verallgemeinerung wurde mit Hilfe einer Raster- und Sektoranalyse auf Basis ausgewählter deutscher Großstädte eine Modellstadt mit den gemittelten Eigenschaften generiert. Basierend auf statistischen Erhebungen wurde ein durchschnittliches Verkehrsverhalten in die Modellstadt eingepflegt, ein typisches Verkehrsangebot geschaffen und über die klassische Nachfragemodellierung ein wegebasiertes Verkehrsmodell erstellt. Die Kalibrierung und Validierung erfolgte über den Abgleich statistischer Verkehrsverhaltensmerkmale. Anschließend wurden verschiedene Szenarien bezüglich der Verkehrsmittelaufteilung und der Siedlungsstruktur entwickelt und analysiert. Die Ergebnisse wurden auf ihre ökonomischen und ökologischen Auswirkungen untersucht und gegenübergestellt. Ökonomisch betrachtet lieferte das Modell das Ergebnis, dass die Erhöhung des Öffentlicher Verkehr (ÖV) Anteils in Städten unter den aktuellen Rahmenbedingungen insgesamt zu einer Erhöhung der Gesamtreisezeit führt. In diesem Zusammenhang wurden aufbauend auf den Modellergebnissen zeitliche motorisierte Individualverkehr (mIV) Restriktionen und deren Folgen auf die Gesamtreisezeit und somit auf die Verkehrsmittelaufteilung untersucht. Unter dem Ansatz der höchsten mIV Reisezeit als Folge der inkludierten Restriktionen konnte aufgezeigt werden wie die Gesamtreisezeit beeinflusst wird und wie wichtig diese Restriktionen für den Erfolg von Erhöhungen des ÖV Anteils in den Städten sind. Ökologisch betrachtet ließen die Modellergebnisse schlussfolgern, dass die Emissionswerte nicht linear sondern überproportional durch eine ÖV Förderung reduziert werden könnten.
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LXI, 171 S.