Demografische Trends und Wohnungsbestandsentwicklung in ostdeutschen Städten. Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR).
Hammonia
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Herausgeber
Hammonia
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Hamburg
Sprache
ISSN
0939-625X
ZDB-ID
Standort
ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143
BBR: Z 143
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
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Zusammenfassung
Im Jahr 2007 gab es in den fünf ostdeutschen Ländern 108 Städte mit 20.000 und mehr Einwohnern (ohne Berlin). Diese Städte hatten insgesamt eine Bevölkerungszahl von 5,884 Millionen und damit einen Anteil an der Bevölkerung in Ostdeutschland von 44,8 Prozent. Die Städte verloren von 1995 bis 2007 anteilig 9,6 Prozent ihrer Bevölkerung. Bei vielen ostdeutschen Städten kann davon ausgegangen werden, dass sie trotz Abriss und Rückbau von Wohnungen in den vergangenen Jahren nur stagnierende oder leicht sinkende Wohnungsleerstände hatten. Wesentliche Determinanten dieser Entwicklungen, wie die Bevölkerungszahl sowie die Zu- und Abgänge im Wohnungsbestand, wurden in einem Projekt des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR) untersucht. Die Untersuchung identifizierte sechs Städtegruppen. Gruppe 1: Bevölkerungsgewinne abnehmend; Gruppe 2: Erst Bevölkerungsverluste, dann Stabilisierung beziehungsweise Gewinne; Gruppe 3: Erst geringe Bevölkerungsverluste, dann Verluste ansteigend; Gruppe 4: Erst mittlere, dann höhere, später Rückgang der Bevölkerungsverluste; Gruppe 5: Erst sehr hohe Bevölkerungsverluste, dann Rückgang der Verluste; Gruppe 6: Sehr hohe Bevölkerungsverluste über alle Jahre. Ausgehend von der Städtegruppierung wurde der Wohnungsbestand analysiert. In dem Beitrag werden die Untersuchungsergebnisse zusammengefasst dargestellt. Im Fazit wird festgehalten, dass viele Städte in Ostdeutschland auch zukünftig vor der Aufgabe stehen, ihre Wohnungsbestände einer weiter sinkenden Bevölkerungszahl anzupassen. Ein weiterer Abriss von Wohngebäuden wird allerdings schwieriger werden, da der im Bestand vorhandene Anteil leer stehender, unsanierter Gebäude abgenommen hat und sich der Leerstand innerhalb der Städte über die verschiedenen Gebäudealtersklassen verteilt. Außerdem haben kleinere Städte und Gemeinden bisher weniger vom Programm Stadtumbau Ost profitiert. Setzt sich diese Entwicklung weiter fort, dann sind zukünftig auch Strategien im Umgang mit dem Wohnungsleerstand für kleinere Städte und Gemeinden gefragt.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Die Wohnungswirtschaft
Ausgabe
Nr. 6
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Seiten
S. 28-30