Zeitgeschichte im Mikrokosmos. Ein Gebäude in Berlin-Schöneberg.

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Berlin

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ZLB: 2004/2316

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Abstract

Das Gebäude in der Badenschen Straße, das heute die Fachhochschule für Wirtschaft Berlin beherbergt, hat eine bewegte Geschichte: Hier wurden antisemitische Pamphlete und Erlasse zur Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener verfasst, hier organisierten Otto Suhr und Paul Löbe ein Übungsparlament für Studenten, hier wurde über Wirtschaftsfachstudium und Zweiten Bildungsweg gestritten und gegen die neue Fachhochschule als "roter Kaderschmiede" polemisiert. In dem Haus waren ab 1939/40 die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel und die Wehrmachts-Abteilung für das Kriegsgefangenenwesen ansässig, in den 1950er Jahren die Deutsche Hochschule für Politik (das spätere Otto-Suhr-Institut der FU Berlin) Wirtschaftsakademie und Berlin-Kolleg, seit 1971 die Fachhochschule. Die Autorin zeichnet diese wechselvolle Entwicklung ebenso kompetent wie anschaulich nach: als Geschichte eines Gebäudes und des umgebenden Bayrischen Viertels, wo der Niederschlag "großer" Geschichte im Kleinen sichtbar wird - die Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik der Nazis, der Wiederaufbau im Zeichen der angeblichen "Stunde Null", die oft Schweigen über die Vergangenheit meinte, die Zeit der gesellschaftlichen Gärung in den 1960er Jahren und das Konglomerat aus Reformoptimismus, starkem Staat und neuen Lebensformen seit den 1970er Jahren. difu

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239 S.

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FHW-Forschung; 46/47