Der Sieche. Alte Menschen und die stationäre Altenhilfe in Deutschland 1924-1961.

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Essen

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ZLB: 2002/2412

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DI

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Abstract

Verlegt, verwahrt, vergessen - der Ort dieser Abstiegskarriere alter Menschen war über Jahrhunderte das Siechenhaus. Damals wie heute erinnern Pflegeskandale daran, dass sich die Anstalt nicht außerhalb der Gesellschaft befindet, sondern ihr Produkt ist. Hier setzt die Untersuchung an und entfaltet eine Vielzahl von Handlungsmustern und Altersbildern, die erklären wollen, wie der Hochbetagte zum Gegenstand zahlreicher und bisweilen gegenläufiger Strategien der Interessen und der Sorge wurde. Darüber hinaus wird das Phänomen des Alters, des Siechtums und der Hinfälligkeit dekonstruiert und historisch beleuchtet. Eingebettet in die wechselvolle deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts und in Gang gehalten von den Akteuren aus Politik und Humanwissenschaften, den Berufsverbänden und Behörden, hielt der Alten- und Siechendiskurs Identitätsangebote und -zwänge bereit, die hier aufgezeigt werden. Ein körpergeschichtlicher Ansatz macht die Daseinsformen sowie die Chancen und Zumutungen der Moderne in diesem Lebensabschnitt des Menschen deutlich. difu

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466 S.

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Veröffentlichungen des Instituts für Soziale Bewegungen. Schriftenreihe A - Darstellungen; 20