Das Nürburgring-Desaster. Aus der Sicht eines Mitverantwortlichen.
Nomos
Zitierfähiger Link:
Keine Vorschau verfügbar
Datum
2015
item.page.journal-title
item.page.journal-issn
item.page.volume-title
Herausgeber
Nomos
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Baden-Baden
Sprache
ISSN
1610-7780
ZDB-ID
Standort
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Der Nürburgring ist eine der bekanntesten und traditionsreichsten Rennstrecken der Welt. Der Hauptzweck dieser Einrichtung liegt seit ihrer Eröffnung im Jahr 1927 in der regionalen Wirtschaftsförderung. In der strukturschwachen Eifel werden etwa 1.300 Arbeitsplätze durch den Nürburgring gesichert. Da bereits im Jahr 2002 erkennbar war, dass die Formel I wegen ihrer hohen und weiter steigenden Antrittsgebühren auf Dauer nicht mehr zu finanzieren ist, wurde der dem Land Rheinland-Pfalz und dem Kreis Ahrweiler gehörende Nürburgring nach gründlicher Planung in den Jahren 2007-2009 durch mehrere Hotels, einen Freizeitpark und ein Feriendorf ergänzt. Trotz gründlicher Vorbereitung und zahlreicher Gutachten, die die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzepts bestätigten, endete dieses Investitionsvorhaben in einem Desaster. Die geplanten Baukosten von 215 Mio. Euro wurden um 50 % überschritten und die Besucherzahlen blieben weit unter den Erwartungen. Nachdem die EU-Kommission im Jahr 2012 zudem noch ein Beihilfeverfahren eröffnete und eine vom Land Rheinland- Pfalz geplante Rettungsbürgschaft untersagte, waren die Insolvenz und die Veräußerung des Nürburgrings unausweichlich.
item.page.description
Schlagwörter
Zeitschrift
Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften
Ausgabe
Nr. 1
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 33-74