Biomasseanlagen im Spannungsfeld zwischen baurechtlicher Privilegierung und Bauleitplanung.

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Bonn

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ISSN

0303-2493

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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Nutzung von Biomasse zur Strom- und Wärmeerzeugung ist ein Einsatzfeld regenerativer Energieträger, dessen Anlagen derzeit vor allem abseits des Siedlungsraums errichtet werden. Als Reaktion auf die technische Entwicklung der Biomassenutzung und als Anstoß für deren Verbreitung wurde ihre baurechtliche Stellung durch die Novelle des Baugesetzbuchs 2004 grundsätzlich verändert. Diese neue Rechtslage stellt der erste Teil des Beitrags vor. Darin wird verdeutlicht, dass die Privilegierung an mehrere Voraussetzungen gebunden ist, um die Belastung des Außenbereichs gering zu halten. Vor dem Hintergrund der gesetzgeberischen Abwägung werden die unbestimmten Rechtsbegriffe für den praktischen Einsatz konkretisiert. Im Wesentlichen sind kleine Biomasseanlagen im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Hofstellen und ähnlichen Betrieben privilegiert. Größere Anlagen bedürfen der Bauleitplanung. Dieser planerische Umgang mit Biomasseanlagen wird im zweiten Teil erörtert. Regionalplanerisch besteht kein Bedarf an räumlichen Konzeptionen zur Steuerung der Anlagenverteilung, während auf kommunaler Ebene die Darstellung von Eignungsflächen für privilegierte Anlagen im Flächennutzungsplan erforderlich sein kann, um empfindliche Bereiche von entsprechenden Anlagen freizuhalten. Für größere Biomasseanlagen eignet sich eine Vorauswahl von Standorten durch informelle Konzepte der Kommune. Verbindliche Bauleitplanung ist für diese Anlagen erforderlich und kann mit dem bekannten Instrumentarium des Vorhaben- und Erschließungsplans erfolgen. Hinweise für die Festsetzung von Art und Maß der baulichen Nutzung ergänzen das Kapitel. difu
Biomass power plants in the field of tension between federal privileged building rights and development planning. Power plants run with biomass are another way of regenerative energy use which are developing mainly apart from settlement areas. In order to react to the technological progress of biomass power plants as well as to initialize their further spreading, the general building regulations on biomass power plants were fundamentally modified by the last revision of the Federal Building Code in 2004. This new situation is introduced in the first part of the article. The privileged building rights of biomass power plants are linked to several conditions to minimize the burden on the outer zones. Especially the practical meaning of several undefined legal terms is discussed by regarding the background of legislative considerations. Thus, mainly small biomass power plants at farms and similar businesses are privileged. Larger biomass power plants need municipal planning. Planning for biomass power plants is discussed in the second part. Regional planning concepts are not necessary to ensure an adequate distribution. Municipal urban land use plans may contain suitable areas for biomass power plants to exclude them in other areas. Informal municipal concepts are useful to secure appropriate places for larger biomass power plants at an early stage. In any case a formal zoning plan is necessary to approve larger biomass power plants. Tips for specific contents of zoning plans for biomass power plants complete the chapter. difu

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Nr. 1/2

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S. 67-80

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