Rechtsextremistische Gewalttäter im Jugendstrafvollzug. Der Einfluss von Jugendhaft auf rechtsextremistische Orientierungsmuster jugendlicher Gewalttäter.

Duncker & Humblot
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Duncker & Humblot

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Berlin

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1861-5937

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ZLB: 2010/497

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DI

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Abstract

Die Arbeit fragt, welche Auswirkungen eine Jugendstrafe auf die Entwicklungsprozesse junger Männer hat, die rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten begangen haben. Inwiefern schwächt der Jugendstrafvollzug rechtsextreme Orientierungsmuster ab, verfestigt oder verändert sie in ihren inhaltlichen Ausprägungen. Es geht insbesondere um die spezifischen Einflussgrößen dieser Veränderungsprozesse, um die Frage, unter welchen individualpsychologischen sowie sozial-institutionellen Bedingungen es zu einer Verfestigung bzw. Ablösung von rechtsextremen Tendenzen im Inhaftierungsverlauf kommt. Im Bereich individualpsychologischer Bedingungen richtet sich das Augenmerk auf Einflüsse des soziobiographischen Hintergrunds, der Persönlichkeitsmerkmale sowie der autoritären Dispositionen auf rechtsextremistische Orientierungsmuster und den Vollzugsverlauf. In Bezug auf sozial-institutionelle Einflussgrößen liegt der Fokus sowohl auf den formellen (z. B. Vollzugsform, Anstaltsgröße, Unterbringung, Förderangebote) als auchauf den informellen (z. B. Subkulturen, Gruppenkonflikte, Anstaltsklima, Interaktionen mit Insassen und Bediensteten) Strukturen des Vollzugs. Auf der Basis der gewonnenen Ergebnisse sollen konkrete Management- und Interventionsstrategien für einen adäquaten Umgang mit rechtsextremistischen Gefangenen in bundesdeutschen Jugendstrafvollzugsanstalten entwickelt werden. In der Untersuchung wird in erster Linie ein qualitativer Forschungszugang gewählt. Die Haupterhebungsmethode besteht aus leitfadengestützten Einzelinterviews. Daneben werden zusätzlich zu theoretisch ausgewählten Bereichen (z. B. Autoritarismus, Prisonisierung) standardisierte Fragebögen eingesetzt. Die Untersuchung ist mit zwei Erhebungszeitpunkten längsschnittlich angelegt und umfasst den Vergleich von drei verschiedenen Stichprobengruppen.

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284 S.

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Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht. Reihe K: Kriminologische Forschungsberichte; K 148