Territorial scenarios in Europe: Growth and disparities beyond the economic crisis.

Leibniz-Institut für Länderkunde
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Leibniz-Institut für Länderkunde

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Leipzig

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0943-7142

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ZLB: Kws 165 ZB 2033

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Abstract

Territoriale Szenarien in Europa: Wachstum und Disparitäten jenseits der Wirtschaftskrise. Bis zum Beginn der gegenwärtigen Wirtschaftskrise (2008) zeichnete sich Europa durch eine deutliche Tendenz zur Annäherung im BIP-Niveau der europäischen Länder aus. Dadurch konnte die gegenläufige Entwicklung intranationaler Missverhältnisse ausgeglichen werden, die in vielen Ländern stattfand - vor allem jenen, die erst vor kurzem in die Union aufgenommen worden waren. Der wirtschaftliche Abschwung der zurückliegenden Jahre hat diesem Konvergenzprozess jedoch Einhalt geboten, hauptsächlich infolge der strengen Sparpolitik, die vielen südeuropäischen Ländern auferlegt wurde. Diese Tatsache wurde auch im aktuellen Kohäsionsbericht der Europäischen Union anerkannt und unterstreicht die Bedeutung einer makroökonomischen Politik für die regionale Entwicklung. In diesem Papier wird - mithilfe eines neu aufgestellten makroökonomischen Modells der Regionalentwicklung - die Zukunft der regionalen Konvergenz/Divergenz in der EU anhand von vier Szenarien erforscht. Ein Basisszenario würdigt die Krise als sauberen Schnitt; drei untersuchende Szenarien stellen drei verschiedene "territoriale" Strategien auf einheitliche Weise dar: Unterstützung großer Metropolen versus zweit- und drittrangiger Städte versus Rand- bzw. rückständiger Regionen. Interessanterweise zeigt sich das "Städte"-Szenario als das geschlossenste und gleichzeitig das expansionistischste, was - unter Berücksichtigung einer Übergangsstrategie, die auf der Ausnutzung eines diffusen territorialen Kapitals basiert - Zweifel am traditionellen Kompromiss zwischen Gerechtigkeit und Effizienz aufkommen lässt. Insgesamt werden Prognosen für unterschiedliche regionale Prozesse von jetzt bis 2030 erstellt.

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Europa regional

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Nr. 4

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S. 190-208

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