Symbolsuche. Die Ost-Berliner Zentrumsplanung zwischen Repräsentation und Agitation.

Müller, Peter
Mann
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Datum

2005

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Herausgeber

Mann

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

Sprache

ISSN

ZDB-ID

Standort

ZLB: 2005/1802

Dokumenttyp

Dokumenttyp (zusätzl.)

DI

Autor:innen

Zusammenfassung

Die Ost-Berliner Zentrumsplanung ist wie kein zweites Ideenprojekt der DDR-Baugeschichte geeignet, die enge Verzahnung von Politik, Ideologie. Ökonomie und Architektur zu analysieren. Die Pläne zur "sozialistischen Umgestaltung" des Bereichs zwischen Alexanderplatz und Kupfergraben, vor allem aber die Geschichte jenes Hochhausmonuments, mit dem die SED am "Marx-Engels-Platz" ihre Macht und ihr Ansehen zu bündeln trachtete, beleuchten beispielhaft die Möglichkeiten und Abgründe einer politischen Ikonographie des Sozialismus. Dabei wurde ausgerechnet das historische Zentrum Berlins, das über vierzig Jahre hinweg das politische Zentrum der DDR war, zum Zentrum einer Stildebatte, in der sowohl die "konservativen Modernen" als auch die Radikalität einer Planstadt wie Brasilia einer sozialistischen Symbolarchitektur Pate stand. Die Grundlage der ersten quellenkritischen Analyse der Post-Berliner Zentrumsplanung bilden zahlreiche, zumeist unveröffentlichte Dokumente aus unterschiedlichen Archiven, auf deren Basis alle bekannten und sehr viele immer noch unbekannte Entwürfe für das geplante Zentralgebäude datiert und analysiert werden können. Über die Historiographie hinaus ermöglicht der Blick auf den Wandel des Repräsentationsstils die Erkundung von Motiven und Entscheidungszusammenhängen, die nicht zuletzt die besondere Beziehung der Ost-Berliner Architekturentwicklung näher beleuchten. Die Rekonstruktion persönlicher wie institutioneller Einflussnahme auf die Ost-Berliner Zentrumsplanung widerlegt zudem den Mythos eines in Architekturfragen beziehungslos agierenden SED-Chefs Walter Ulbricht. An ausgewählten Beispielen beweist sich die Entwicklung der DDR-Repräsentationsarchitektur vielmehr als Ausdruck persönlicher wie innerparteilicher Machtkämpfe, die besonders zwischen Hermann Henselmann und Gerhard Kosel, zwischen kommunaler und staatlicher Seite, tobten. difu

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Schlagwörter

Zeitschrift

Ausgabe

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

344 S.

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Berliner Schriften zur Kunst; XIX

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