Elektrobus versus Bus mit Verbrennungsmotor - eine ökologisch-ökonomische Gesamtbetrachtung. T. 1.

E. Schmidt
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Herausgeber

E. Schmidt

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

Sprache

ISSN

0340-4536

ZDB-ID

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ZLB: Kws 335 ZB 6808

Dokumenttyp (zusätzl.)

Autor:innen

Zusammenfassung

Der politisch propagierte Paradigmenwechsel hin zu einer Elektromobilität im Straßenverkehr umfasst auch Linienbusse im Stadtverkehr. Die Entwicklung von Elektrobussen - mit Ausnahme des oberleitungsgebundenen Trolleybusses - steht jedoch noch am Anfang. Andererseits haben etablierte konventionelle Antriebe für Linienbusse - Diesel- und Erdgasantriebe - bereits einen derart hohen Reifegrad erreicht, dass ein Nahe-Null-Emissionsniveau bei vertretbarer Wirtschaftlichkeit möglich ist. Aktuell herrscht in vielen Verkehrsunternehmen Verunsicherung, welche Antriebstechnologie kurz- und mittelfristig für die Linienbus-Fahrzeugneubeschaffung aus ökologisch-ökonomischen Erwägungen das Optimum bietet und welche Maßnahmen zur Verbesserung der vorhandenen Fahrzeugflotte zur Verfügung stehen. Deshalb werden in dem Beitrag auf der Basis eines mittleren ÖPNV-Verkehrsunternehmens, das sowohl Stadt- als auch Stadtumlandverkehr betreibt, konventionelle Antriebstechnologien mit Antriebstechnologien des Spektrums Elektromobilität miteinander verglichen. In einer Gesamtbetrachtung müssen alle Stationen des Lebenszyklus von Linienbusverkehrssystemen (Fahrzeugproduktion sowie Verwertung und Entsorgung, Kraftstoffbereitstellung, Fahrbetrieb und Instandhaltung) einbezogen werden, da die isolierte Betrachtung nur des eigentlichen Fahrbetriebs zu völlig falschen Schlüssen führen kann. Neben den ökonomischen Parametern auf der Basis der Fahrzeugkosten (Kapitaldienst, Kraftstoff- und Instandhaltungskosten) sowie Infrastrukturkosten wird die Wirtschaftlichkeit auch durch betriebliche Parameter beeinflusst. Die ökologische Gesamtbewertung erfolgt gemäß der sogenannten "EU-Beschaffungs"-Richtlinie 2009/33/EG. Die ökologische Geamtbewertung der verglichenen Varianten für den Zeithorizont 2027 weist aus, dass die Umweltprofile der Elektromobilität unter Umständen signifikante Vorteile gegenüber den konventionellen Antrieben erreichen können. Bei den globalen Emissionen böte die Erdgastechnik mit Biogas auch in 2027 weiterhin die beste ökologische Option.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Verkehr und Technik

Ausgabe

Nr. 6

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Seiten

S. 198-203

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