Beschäftigungswunder Niederlande? Ein Vergleich der Beschäftigungssysteme in den Niederlanden und in Deutschland.

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Berlin

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ZLB: 97/1547-4
BBR: C 25 760

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Abstract

In den achtziger Jahren war die Arbeitslosenquote in den Niederlanden noch eine der höchsten in der Europäischen Gemeinschaft, und Deutschland hatte eine der niedrigsten Quoten. Heute ist es umgekehrt. Gibt es ein niederländisches Beschäftigungswunder und wie ist es zu erklären? Der Essay versucht, diese Frage in sieben Schritten zu beantworten. Nach der Entwicklung eines analytischen Bezugsrahmens zum Vergleich von Beschäftigungssystemen wird die Performanz der beiden Arbeitsmärkte und Volkswirtschaften gemessen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle der Arbeitsmarktpolitik im Anpassungsprozeß an den Strukturwandel. Der bewertende Vergleich der Beschäftigungssysteme ergibt, daß sich in den Niederlanden eine interessante neue Konfiguration herausbildet, in der die Vorteile des Konkurrenz- und Konkordanzkapitalismus mit einer modernisierten Form des Wohlfahrtsstaats verknüpft werden. Ein zentrales Defizit beider Beschäftigungssysteme bleibt der bisher stark passive Charakter der Arbeitsumverteilung. Übergangsarbeitsmärkte wären eine geeignetere Strategie der Arbeitsumverteilung, um langfristig soziale Belange mit wirtschaftlicher Effizienz zu verbinden. Insgesamt zeigt die Entwicklung in den Niederlanden jedoch deutlicher als in Deutschland in eine Richtung, in die sich das Modell Europa bewegen könnte. difu

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40 S.

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Discussion papers; FS I 96-206