Armut in einer ländlichen Region. Abschlußbericht eines DFG-Projektes.

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Trier

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0948-1141

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ZLB: 96/3256
BBR: A 12 982

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FO

Abstract

Die Unterschiede der ländlichen Armut zum bundesweiten Trend liegen im nennenswerten Anteil geistig Behinderter sowie am überdurchschnittlichen Anteil Betagter, während die "jungen Alten" weniger stark vertreten sind. Familiäre und nachbarschaftliche Unterstützung haben eine große Bedeutung insbesondere in dörflichen Strukturen und für traditionale Problemlagen. Gleichzeitig werden auch generations- und haushaltstypspezifische Unterschiede im Einschränkungs-, Hilfe- wie Helferprofil sichtbar. Neue Problemlagen, die Armut Arbeitsloser und Alleinerziehender, dominiert auch die ländliche Sozialhilfepopulation. Das ineinandergreifen von dörflicher Mentalität und Öffentlichkeit und individueller Orientierung führen zur Nichtakzeptanz vermeintlich unverdienter Hilfe. Alleinerziehung und jugendliche Arbeitslosigkeit finden im dörflichen Deutungsmusterrepertoire kein Pendant. Starke Differenzierungen innerhalb der Teilgruppen machen einheitliche Strategien gegen die moderne Armut untauglich. Eine Reform der Sozialverwaltung in Richtung flexibler kommunalpolitischer Intervention erscheint dringlich, u.a. auch die Aufklärung über Rechte und Ansprüche. eh/difu

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93 S.

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Schriftenreihe des Zentrums für europäische Studien; 29