Nachhaltige Regionalentwicklung in Naturparken – 10-Jahres-Rückblick und Zukunftsperspektiven.

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Herausgeber

Oekom

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

München

Sprache

ISSN

0034-0111

ZDB-ID

506141-6

Standort

ZLB: Kws 150 ZB 6820

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Verankerung der nachhaltigen Regionalentwicklung als gesetzliche Aufgabe für die über 100 Naturparke in Deutschland im Bundesnaturschutzgesetz im Jahr 2002 führte zu neuen Impulsen in der Naturparkarbeit, wie quantitative und qualitative Erhebungen für die Jahre 2010 und 2011 ergaben. Neben Chancen zur Profilbildung wiesen die Analysen gleichzeitig auf Herausforderungen hin, die einer fundierten perspektivischen Aufgabenerfüllung hinderlich gegenüberstehen könnten. Forschungs- und gleichzeitig praxisorientiert wird auf der Grundlage einer erneuten standardisierten Umfrage auf gleicher Befragungsbasis wie 2011 bei den Naturparken der Frage nachgegangen, wie im Jahr 2020 deren Geschäftsführungen bzw. Verwaltungen die Potenziale und Restriktionen der Aufgabe der nachhaltigen Regionalentwicklung im Portfolio ihrer Gesamtzielsetzung und ihrer Ausrichtungen bewerten. Aus einer konzeptionellen Perspektive heraus zeigt sich, dass die Naturparke mit ihrem vernetzenden Handeln zentralen Kriterien der Regional-governance-Debatte entsprechen. Konzeptionell und praktisch eingeordnet, verbleiben Unschärfen, was unter 'nachhaltige Regionalentwicklung' zu subsumieren ist, eng gekoppelt an die Begriffsweite von 'Nachhaltigkeit'. Anwendungsorientiert unterstreichen die Befragungsergebnisse im Zeitvergleich gleichzeitig, dass in den Naturpark-Geschäftsführungen/-verwaltungen in vielen Bereichen positive Entwicklungsperspektiven konstatiert werden. Der Prozess der Naturparke in Deutschland Richtung Regionalmanager in 'Modellregionen nachhaltiger Entwicklung' schreitet damit weiter voran.
In 2002, sustainable regional development was introduced as a legal mandate in the Federal Nature Conservation Act (Bundesnaturschutzgesetz) for the more than 100 nature parks in Germany, subsequently expanding the scope of their activities and introducing new incentives. Quantitative and qualitative surveys for 2010 and 2011 indicated new opportunities for nature parks to develop distinct profiles, as well as challenges regarding future task fulfilment. In a pursuit of both research- and practice-oriented questions and based on an adapted replication of these surveys, we ask how the management evaluate potentials and restrictions related to the task of sustainable regional development in the context of their overall portfolio of tasks and objectives. From a conceptual perspective, it becomes evident that due to their networking activities, nature parks correspond to central criteria of the regional governance debate. Nonetheless, a certain unclarity remains with regard to the notion of 'sustainable regional development', which is closely linked to the similarly broad concept of 'sustainability'. From an application-oriented perspective, the survey results show that nature park managers perceive positive development prospects in many areas. Nature parks in Germany have thus proceeded further on the path towards a role as regional managers in 'model regions of sustainable development'.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Raumforschung und Raumordnung = Spatial research and planning

Ausgabe

5

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Seiten

518-533

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