Messung der Zersiedelung ermöglicht Monitoring und stärkere Berücksichtigung in der Planung.
Springer Spektrum
item.page.uri.label
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Springer Spektrum
item.page.orlis-pc
DE
item.page.orlis-pl
Berlin
item.page.language
item.page.issn
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: Kws 155/202
item.page.type
item.page.type-orlis
relationships.isAuthorOf
Abstract
Die steigende Zersiedelung hat gravierende langfristige Auswirkungen. Daher sollte Zersiedelung in der Stadt- und Regionalplanung künftig vermieden werden. Dieses Kapitel klärt die Definition von Zersiedelung und stellt eine Methode zur Messung der Zersiedelung vor (Z bzw. Weighted Urban Proliferation, WUP). Quantitative Angaben zur Zersiedelung werden dazu benötigt, um die Wirksamkeit von Maßnahmen und Verordnungen zu überprüfen, die zur Begrenzung der Zersiedelung dienen sollen. Vier Beispiele illustrieren den Grad der Zersiedelung in Deutschland, in der Schweiz, in Europa und in zwei Stadtregionen aus Nordamerika (Montreal und Quebec City, im Vergleich mit Zürich). Die Messgröße Z kann beim Vergleich von Planungsalternativen eingesetzt werden: Planer und Entscheidungsträger können Zersiedelung künftig vermeiden, indem sie verschiedene Planungsszenarien hinsichtlich ihres Beitrags zur Erhöhung oder Verringerung der Zersiedelung vergleichen. Daten zum Grad der Zersiedelung sind außerdem nützlich für die Umweltbeobachtung und für die Einführung von Ziel- und Grenzwerten für die Zersiedelung. Es ist zu erwarten, dass die Zersiedelung in Deutschland, in der Schweiz und in Europa generell weiter ansteigen wird. Daher läuft in der Schweiz derzeit die Volksinitiative "Zersiedelung stoppen - für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung". Sie wurde am 21. Oktober 2016 bei der Bundeskanzlei eingereicht und wird demnächst zur Abstimmung kommen. Das Kapitel stellt abschließend die Initiative vor, da sie Ausdruck eines steigenden Problembewusstseins in der Bevölkerung ist und Hoffnung gibt, das Problem der Zersiedelung künftig besser zu vermeiden.
Description
Keywords
Journal
item.page.issue
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
S. 245-267