Sag mir, wo die Frauen sind... Ausprägung und Ursachen geschlechtsselektiver Abwanderung aus den neuen Bundesländern.

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Aachen

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ZLB: 2010/1854

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DI

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Abstract

Die Arbeit untersucht Ausprägungen und Ursachen der überproportionalen Abwanderung von Frauen aus den neuen Bundesländern. Empirischer Kern ist die statistische Deskription und Analyse geschlechtsselektiver Wanderungsprozesse in Deutschland und der dadurch eingetretenen Veränderungen der regionalen Geschlechterproportion auf der räumlichen Ebene von Kreisen und kreisfreien Städten im Zeitraum 1995 bis 2004. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen, die den größten Teil des Wanderungsvolumens ausmacht und die als Ausbildungs-, Berufseinstiegs- und Familiengründungsaltersgruppe für die demographische und ökonomische Regionalentwicklung von besonderer Bedeutung ist. Frage ist, wie sich die Wanderungen beschreiben, typisieren und erklären lassen. Bei der geschlechtsselektiven Abwanderung aus den neuen Bundesländern handelt es sich um für Deutschland und Europa in Art und Ausmaß ungewöhnliches Phänomen. Zentrale These der Arbeit ist dass sich die Ursachen der Geschlechtsselektivität der Wanderungsprozesse nicht - wie häufig vermutet - allein aus der Situation des Arbeitsmarktes in den neuen Bundesländern herleiten lassen, sondern dass ihre Gründe im Zusammenwirken verschiedener Bedingungsgefüge liegen, die in Folge der deutschen Wiedervereinigung zu einer Verwerfung des Geschlechterarrangements kulminierten. Unter "Geschlechterarrangement" wird hierbei die konkrete soziale Ausformung der Geschlechterverhältnisse in einer Gesellschaft vor dem Hintergrund eines "Geschlechtervertrages" verstanden, den gesellschaftlichen Konsens über die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die Familienform und die Art und Weise der Integration beider Geschlechter in die Gesellschaft.

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217 S.

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Sozialwissenschaft