Das transaktionale Marktversagen als volkswirtschaftliche Begründung für das kommunalwirtschaftliche System der Hausmüllentsorgung in Deutschland.

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Die Hausmüllentsorgung zählt in Deutschland zur Daseinsvorsorge. Den kommunalen Trägern obliegt die Organisationsverantwortung. Sie können die Entsorgung ohne Ausschreibung mit Hilfe von Eigen- oder Regiebetrieben selber durchführen. Auf der anderen Seite kann der kommunale Entsorgungsträger die benötigten Entsorgungsleistungen unter Beachtung des Wettbewerbsgedankens auch öffentlich ausschreiben. Durch seine Organisationsentscheidung bestimmt der öffentlich-rechtliche Träger somit den Grad des Wettbewerbs bei der Hausmüllentsorgung. Im Mittelpunkt des deutschen Systems der Hausmüllentsorgung steht somit ein zentralistisch geprägtes, kommunalbehördliches Verwaltungs- und Organisationssystem, in welchem die Institutionen Markt und Wettbewerb zugelassen aber auch ausgeschlossen werden können. Diese Situation ist kritisch zu hinterfragen. Eine volkswirtschaftliche Begründung könnte in der Gefahr des Markt- und Wettbewerbsversagens liegen. In der Arbeit greift diesen Gedanken des transaktionalen Marktversagens auf. Nach einer Skizze der Grundzüge der Hausmüllentsorgung wird begründend, welches Begriffsverständnis des Marktversagens als Grundlage der Untersuchung dienen soll. Das folgende Kapitel wendet sich dem transaktionalen Marktversagen bei der Hausmüllentsorgung zu. Dabei zeigt sich, dass diese Versagensform in zwei Fälle unterteilt werden kann. Nach einem grundlegenden Überblick über die zentralen Begriffe "Transaktion" und "Transaktionskosten" werden die beiden Fälle des transaktionalen Marktversagens ausführlich diskutiert. Den Abschluss bildet eine Abhandlung, in der grundlegend diskutiert wird, ob die bei der Hausmüllentsorgung vorliegende zwanghafte Ersetzung des Koordinationsmechanismus "Markt" durch den Koordinationsmechanismus "öffentliche Behörden" überhaupt mit der Idee des transaktionalen Marktversagens begründet werden kann. Eine Zusammenfassung beendet die Arbeit.

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43 S.

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