Städtische Protestbewegungen in Leipzig. Orientierungsversuche innerhalb einer veränderten Marktrealität.

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Berlin

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ZLB: Kws 165/260

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Abstract

Die Umbruchs- und Transformationsphase der 1990er-Jahre stellt einen zentralen Ausgangspunkt der kritischen Auseinandersetzung mit ostdeutschen städtischen Protestbewegungen dar. Deren Auswirkungen strukturieren bis heute sowohl die Reaktionen bürgerlicher Eliten auf aktuelle Entwicklungen am Immobilien- und Mietmarkt als auch den Zugang und die Strategien stadtpolitischer Akteur*innen. Der Beitrag zeigt auf, dass die Leipziger Schrumpfungserfahrungen einen Schlüsselmoment für die Konstituierung, Artikulation und Positionsbestimmung städtischer Protestbewegungen darstellen. Dies betrifft einerseits die Perspektive der alternativen Subkulturen auf die Stadt selbst, andererseits deren Reaktion auf neoliberale Einhegungsstrategien. Darauf aufbauend begreife der Autor die politischen Rationalitäten der Protestbewegung als Ergebnis und Terrain einer spezifischen urbanen Ordnung, um aufzuzeigen, wie diese wesentlich das Verständnis der Leipziger Konfliktarenen prägt. Der Beitrag thematisiert städtische Bewegungen als Akteur*innen einer ostdeutschen Regionalentwicklung und wirft einen kritischen Blick auf die Praxis und Wirkung dieser Bewegungen.

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347-357

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