Die Lennéstaße im Tiergartenviertel. Geschichte und Perspektive einer Berliner Adresse.

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Berlin

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ZLB: 2003/1748

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Abstract

Die Lennéstraße in Berlin, vor über 160 Jahren angelegt, war von Beginn an eine bedeutende Adresse. Nicht nur, weil berühmte Architekten und Bauherren (Friedrich Hitzig, Peter Joseph Lenné, Ludwig Persius, August Stüler, u.a.) das elegante Erscheinungsbild der Straße prägten. Die Straße, deren Namen noch heute einen Klang hat, war vor allem eine exklusive Wohnadresse am Rande des Tiergartens. Berühmte Personen wie der Maler Peter von Cornelius, die Sprachwissenschaftler und Herausgeber der "Kinder- und Hausmärchen" Jacob und Wilhelm Grimm oder der erste Denkmalpfleger in Preußen, Ferdinand von Quast, wohnten hier. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Wohnnutzung allmählich zurückgedrängt, und das Großstadtleben des nahegelegenen Potsdamer Platzes begann die Straße zu erfassen. Die gesamte Bebauung auf dem dreieckigen Blockareal zwischen der heutigen Ebertstraße, der Bellevuestraße und der Lennéstraße wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Als letztes Gebäude verschwand 1956 das Columbus-Haus von Erich Mendelsohn. Die Lennéstraße, im Kalten Krieg vom Tiergartengrün überwucherte Demarkationslinie zwischen Ost und West, fiel in Vergessenheit, bis ihr durch den Fall der Mauer eine neue Zukunft erwuchs. Die Neuplanungen sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass das letzte der fünf zehnstöckigen Stadthäuser bereits im Jahre 2003 bezogen sein wird. difu

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120 S.

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