Zapfenstreich macht zittern. Bundeswehr-Abzug.

Markus, Wolfram
Eppinger
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Datum

2011

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Herausgeber

Eppinger

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Schwäbisch-Hall

Sprache

ISSN

0723-8274

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 3025

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Auflösung von Standorten der Bundeswehr ist für die meisten der von der Bundeswehrreform betroffenen Standortkommunen ein großer Einschnitt. Das Standortkonzept des Bundesverteidigungsministeriums sieht vor, 31 Kasernen bundesweit in den nächsten Jahren zu schließen. Davon dreizehn mit bis zu 1.000 Dienstposten und sechs mit mehr als 1.000 stationierten Soldaten. Zudem werden weitere 90 Standorte deutlich verschlankt, teilweise um mehr als 50 Prozent ihrer jetzigen Stärke. Insgesamt geht die Zahl der Standorte von derzeit 394 auf 264 zurück. Bis zum Jahr 2017 soll das Stationierungskonzept umgesetzt sein. Die Standortschließungen treffen nicht nur wirtschaftlich starke und demographisch stabile Regionen, die die Folgen einigermaßen gut kompensieren können. Auch strukturschwache Gebiete im ländlichen Raum sind betroffen. Gerade hier gilt die Bundeswehr als ein Standortfaktor, der zur Sicherung von Arbeitsplätzen beiträgt, Infrastrukturen auslastet und der Abwanderung entgegenwirkt. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag die Folgen von Standortschließungen beschrieben. Als Beispiel wird die niedersächsische Gemeinde Dörverden herangezogen, wo die Schließung der Niedersachsen-Kaserne im Jahr 2003 einen schmerzlichen Einschnitt in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben bedeutete. 120 zivile Beschäftigte der Kaserne verloren ihren Arbeitsplatz, Unternehmen verloren wichtige Aufträge und mussten Mitarbeiter entlassen und außerdem gab es Firmenverlagerungen. Doch es gibt auch Gemeinden, die den Abzug der Bundeswehr als Chance sehen. Als Beispiel hierfür wird die Gemeinde Immendingen angeführt, die das Bundesverteidigungsministerium um Schließung der örtlichen Kaserne gebeten hat. Der südbadischen 6.000-Einwohner-Gemeinde bietet sich die Möglichkeit, von der Garnisonsstadt zum Wirtschaftsstandort mit Zukunft zu werden. Ein Automobilkonzern plant, bei Freiwerden des Standortes auf dem rund 420 Hektar großen Bundeswehrareal ein Prüf- und Technologiezentrum mit Teststrecke einzurichten. Dort sollen alternative Antriebstechniken entwickelt und getestet werden. Die Gemeinde Immendingen geht von einer Sogwirkung des Technologiezentrums auf andere Unternehmen aus und erwartet höhere Steuereinnahmen sowie einen Imagegewinn.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Der Gemeinderat

Ausgabe

Nr. 11

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 8-10

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