Vom Problemstoff zum Problemlöser. Die hydrothermale Carbonisierung von Klärschlamm schafft den Sprung in die Praxis.
Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.
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DE
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Frankfurt/Main
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0933-3754
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ZLB: Kws 274 ZB 6793
BBR: Z 551
BBR: Z 551
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Abstract
In jeder Kläranlage fällt Klärschlamm an. Bislang galt Klärschlamm als Problemstoff, der aufgrund der Schadstoffkonzentrationen immer weniger als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden soll. Mit der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) eröffnen sich neue Perspektiven in der Klärschlammverwertung. HTC ist dem natürlichen Prozess der Inkohlung sehr ähnlich. Unter Druck und Hitze wird der Kohlenstoff aus der Biomasse gelöst. Dabei werden kein Methan und nur geringe Mengen von CO2 freigegeben. Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen AVA-CO2 Schweiz AG hat folgende fünf Aspekte der hydrothermalen Carbonisierung zur thermischen Verwertung von Klärschlämmen detailliert untersucht: Mechanische und thermische Trocknungsverfahren nach der HTC; Behandlung von HTC-Prozesswasser; Möglichkeiten zur energetischen Verwertung der HTC-Kohle; Ökobilanzierung der HTC im Vergleich zu herkömmlichen Entsorgungswegen. Nach dem Vorbild der Schweiz dürften mittelfristig auch die Bundesrepublik Deutschland sowie weitere Länder zur Klärschlammverbrennung als Hauptverwertungsweg von Klärschlämmen übergehen. In Karlsruhe, dem Sitz der deutschen Tochtergesellschaft der AVA-CO2 Schweiz AG, steht eine HTC-Kernanlage, in der unter Hitze und Druck aus Biomasse hochwertige CO2-neutrale Biokohle gewonnen wird.
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Entsorga
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Nr. 6
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S. 10-14