"Nudging", ein Spross der Verhaltensökonomie. Überlegungen zum liberalen Paternalismus auf gesetzgeberischer Ebene.

Duncker & Humblot
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Duncker & Humblot

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Berlin

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0038-884X

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ZLB

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Abstract

Weltweit haben verschiedene Regierungen sog. Nudging Units C-5eingerichtet, die Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie für die Gesetzgebung nutzbar machen sollen. Verhaltensökonomische Forschung zeigt, dass Menschen sich in vielen Situationen systematisch nicht rational verhalten wegen sog. biases und heuristics. Durch Nudges/Stubser können sie in die richtige Richtung gelenkt werden, ohne Zwang anzuwenden, ohne ökonomische Anreize aber mit dem Ziel, irrationales Verhalten zu korrigieren. Insgesamt sind die Forschungsergebnisse der Verhaltensökonomie eine Herausforderung für jede freiheitliche und am Gedanken der Privatautonomie und individuellen Handlungsfreiheit orientierte Rechtsordnung. Denn sie stellen nicht nur den "rational choice" Ansatz der Wirtschaftswissenschaft sowie das homo oeconomicus Konzept in Frage, sondern begründen Zweifel an den Fähigkeiten von Individuen, vernünftig, einsichtig und begründbar handeln zu können. Dieser Aufsatz behandelt die Begründung, Reichweite sowie Gefahren und ungewollte Effekte des liberalen Paternalismus. Als ein mögliches Anwendungsfeld wird auf das Verbraucherrecht eingegangen.

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Der Staat

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Nr. 4

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S. 561-592

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